Calrec wird die neuen Plattformen Type RT und Apex M6 erstmals in den USA auf der NAB Show New York vorstellen, die am 20. und 21. Oktober im Javits Convention Center stattfindet. Das Unternehmen präsentiert am Stand 444 außerdem neue Versionen der virtualisierten Mixing-Engine ImPulseV und der Software für die Argo-Konsole.
Die Type RT, die Calrec als seine kompakteste digitale All-in-One-Konsole bezeichnet, vereint DSP-Verarbeitung, Steuerungsprozesse, Ein- und Ausgänge, Monitoring und USB-Audio in einem einzigen Gerät. Die Konsole bietet native IP-Audio-Konnektivität nach SMPTE ST 2110 sowie optionale Unterstützung für Dante und MADI. Dank des lüfterlosen Designs eignet sie sich auch für den Einsatz in Sportstadien, lokalen Radio- und Fernsehsendern, Podcast-Studios und Gotteshäusern. Die Type RT ist mit sechs, zwölf oder 18 Fadern erhältlich.
Apex M6 ist eine modulare Ein-/Ausgangsplattform im 1-HE-Rackformat, die für Audio-Interfacing, Routing, Signalwandlung und Edge-Konnektivität in Netzwerken entwickelt wurde. Das Gerät verfügt über sechs konfigurierbare Modulsteckplätze, zwei integrierte MADI-Schnittstellen, einen internen 512 × 512-Router und native NMOS-Unterstützung. Die Plattform kann mit verschiedenen Calrec-Konsolen eingesetzt werden oder unabhängig davon betrieben werden.
Am Messestand demonstriert das Unternehmen außerdem eine Argo S mit 36 Fadern, deren zentrale Steuerung von einem IP-basierten ImPulse-Verarbeitungskern übernommen wird. Über True Control 2.0 ist das System mit einer Argo M mit 24 Fadern verbunden, die ihren internen DSP nutzt, sowie mit einer Type RT mit zwölf Fadern.
True Control 2.0 ermöglicht die Steuerung von EQ, Dynamik, Routing, Direktausgängen und Verzögerung über jede angeschlossene Konsole. Laut Calrec kann ein einzelner Controller gleichzeitig bis zu fünf weitere Konsolen oder Verarbeitungskerne verwalten.
Calrec stellt außerdem Version 1.5 der virtualisierten Audio-Mixing-Engine ImPulseV vor. Das Update ergänzt die Unterstützung für das AMPP Control SDK von Grass Valley und ermöglicht es AMPP-Anwendungen, Konsolenparameter einschließlich der Fader direkt zu steuern.
ImPulseV v1.5 integriert zudem eine AMPP-Bridge-Anwendung von Calrec, die eine bidirektionale Steuerung zwischen einem ImPulse-Kern und der AMPP-Umgebung ermöglicht. Darüber hinaus unterstützt die neue Version handelsübliche Standardhardware, bietet integrierte NDI-Konnektivität mit Dante und ermöglicht automatisierte Bereitstellungen über Cloud-Init und Terraform.
Die neue Version erweitert die verfügbaren Verarbeitungsoptionen um DSP-Pakete mit 96 und 140 Pfaden, die die bisherige Konfiguration mit 256 Pfaden ergänzen. Zusätzlich sind zeitlich begrenzte Lizenzen mit Laufzeiten von einem Jahr, zwölf Wochen oder vier Wochen erhältlich. Die Mixing-Engine wird außerdem auf der Plattform von NEP verfügbar sein.
Für das Argo-Ökosystem führt Version 1.5 die Funktion Offline Assist ein. Damit lassen sich Shows, Speicherstände und Presets konfigurieren, ohne dass eine ImPulse- oder Argo-Bedienoberfläche erforderlich ist. Das Update umfasst außerdem neue True-Peak-Limiter, die sicherstellen sollen, dass die Ausgänge die im Broadcast-Bereich geltenden Loudness-Vorgaben einhalten. Darüber hinaus vereinfacht es das Patchen von Ein- und Ausgängen, um Konfigurationsänderungen schneller durchführen zu können.
Eine weitere Funktion namens Bulk Advanced Configuration ermöglicht es, erweiterte Konfigurationen mit einem einzigen Vorgang auf mehreren Geräten zu speichern. Calrec kündigte außerdem an, die Unterstützung für die Media eXchange Layer (MXL) in ImPulseV zu integrieren.
Henry Goodman, Director of Product Management bei Calrec, betont, dass die NAB Show New York dem nordamerikanischen Markt erstmals die Gelegenheit bietet, die neuen Type-RT-Konsolen und die Apex-M6-Plattform vor Ort zu testen.
Laut Goodman ermöglicht die Kombination dieser Produkte mit der Argo-Serie Rundfunkveranstaltern, Systeme entsprechend ihren Anforderungen und in einer für die jeweilige Produktion passenden Größenordnung aufzubauen. Diese Flexibilität sei auch aus wirtschaftlicher Sicht von Bedeutung, da an den Umfang der jeweiligen Produktion angepasste Kosten es Sendern ermöglichen könnten, mehr Inhalte für zusätzliche Plattformen zu produzieren, ohne ihre Budgets zu überschreiten.