TVU Networks hat bekannt gegeben, dass die Big Ten Network die Plattform TVU Remote Production System (RPS) implementiert hat, um Super-Slow-Motion-Replays auf eine größere Bandbreite von Hochschulsportarten auszuweiten. Neben American Football und Basketball profitieren nun auch Disziplinen wie Baseball, Fußball und Volleyball von der Technologie.
Zudem hat der Sender den Einsatz von TVU RPS Link-Encodern in seinen Ü-Wagen erweitert. Diese dienen sowohl als unmittelbare Backup-Lösung für glasfaserbasierte Workflows als auch als primäre Konnektivitätslösung, bevor lokale Infrastrukturen vollständig einsatzbereit sind.
„Die größte Herausforderung bei der Umstellung unserer Super-Slow-Motion-Workflows auf Remote-Produktion war bislang die Synchronisationsdrift im offenen Internet“, erklärte Nick Smith, Vice President of Engineering bei Big Ten Network. „Mit TVU konnten wir Super-Slow-Motion-Replays auch in Umgebungen realisieren, in denen das zuvor nicht möglich war.“
Während bei Football- und Basketballübertragungen bereits fortschrittliche Replay-Systeme etabliert sind, ist die Nachfrage nach Zeitlupen mit Geschwindigkeiten von 3x, 4x oder 6x auch in anderen College-Sportarten deutlich gestiegen. Bisher verhinderten jedoch Synchronisationsprobleme und fehlende Infrastruktur den breiten Einsatz.
Mit TVU RPS werden mehrere Super-Slow-Motion-Kamerasignale vor Ort kodiert und über Standardinternet, 5G oder Starlink an ein zentrales Produktionszentrum übertragen. Dort kommen die Signale synchronisiert und ohne Drift an. Replay-Server vom Typ Evertz DreamCatcher generieren anschließend die Inhalte für die Ausstrahlung.
Die Lösung ermöglicht einen stabilen Dauerbetrieb über mehrere Tage hinweg und überwindet typische Einschränkungen anderer Systeme, die häufig Synchronisationsabweichungen aufweisen oder manuelle Eingriffe während Live-Übertragungen erfordern.
Ein weiterer Vorteil ist die vollständige Fernsteuerung der Kameras. Operatoren können aus einem zentralen Studio heraus Kameras konfigurieren, Kommunikation steuern und Produktionen an verschiedenen Standorten gleichzeitig betreuen – ohne dass umfangreiche Teams vor Ort erforderlich sind.
Darüber hinaus hat die Big Ten Network TVU RPS Link-Einheiten als Redundanzlösung in bestehende Glasfaser-Workflows integriert. Bei Ausfällen übernimmt das System automatisch, ohne dass die Synchronisation der Signale beeinträchtigt wird. Ergänzend sorgt der TVU Router für sofortige Konnektivität, sobald Produktionsteams vor Ort eintreffen.
„Die Implementierung bei Big Ten Network ist ein überzeugendes Beispiel für vollständig orchestrierte Netzwerke“, sagte Matt McEwen, Vice President of Product Management bei TVU Networks. „Neben der Erweiterung von Super-Slow-Motion-Replays wurden gleichzeitig Resilienz und Flexibilität der gesamten Produktionsinfrastruktur deutlich verbessert.“