Bridge Technologies erweitert die Monitoring-Funktionen seiner Plattform VB330, um der zunehmenden Verbreitung von CMAF (Common Media Application Format) bei der Distribution von OTT-Streaming-Inhalten Rechnung zu tragen. Die Lösung unterstützt künftig die DASH-IF CMAF Ingest Interface-1. Damit können von Encodern übertragene CMAF-Fragmente zur Analyse in Video-Distributions-Workflows empfangen und überwacht werden.
Die neue Funktion wurde auf der IBC2026 vorgestellt. Die allgemeine Verfügbarkeit war nach Angaben des Unternehmens für Ende 2026 vorgesehen. Mit der Erweiterung kann der VB330 die empfangenen Fragmente zur Analyse in das DASH-Format umwandeln. Dadurch wird das Monitoring über die reine Ausgangsdistribution hinaus erweitert.
Das System überwacht bereits CMAF-Streams am Ausgang und überprüft dabei die Gültigkeit der Segmente, die korrekte Struktur der Manifeste sowie die Einhaltung der Verschlüsselungsvorgaben innerhalb der Distributionsinfrastruktur. Darüber hinaus unterstützt die Plattform MPEG-TS, HLS, DASH, SmoothStream, RTMP und MSYNC. So lassen sich Betriebsabläufe mit unterschiedlichen Formaten und Protokollen überwachen.
CMAF gewinnt zunehmend an Bedeutung, da das Format die gemeinsame Nutzung derselben Mediensegmente durch die Protokolle HLS und DASH ermöglicht. Dadurch kann die doppelte Speicherung von Dateien reduziert und die Cache-Effizienz in Content Delivery Networks (CDNs) verbessert werden. Zudem unterstützt das Format Low-Latency-Streaming-Verfahren, bei denen die Wiedergabe bereits beginnen kann, bevor ein Segment vollständig heruntergeladen wurde.
Die Umstellung hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Gerätekompatibilität, die Aktualisierung der Packaging-Systeme und die Unterstützung der erforderlichen Verschlüsselungsverfahren. In Umgebungen, in denen CMAF und MPEG-TS parallel eingesetzt werden, können die Effizienzgewinne durch den notwendigen Betrieb paralleler Strukturen begrenzt sein.
Mit der erweiterten Ingest-Unterstützung will Bridge Technologies ein integriertes Monitoring über verschiedene Phasen des Distributionsprozesses hinweg ermöglichen – vom Empfang der durch Encoder übertragenen Fragmente bis zur Auslieferung der Inhalte an die Zuschauer.