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Zebra Streaming stattet Ü-Wagen mit Lösungen von Blackmagic Design aus

Zebra Streaming setzt Lösungen von Blackmagic Design in einem 4K/UHD-Ü-Wagen für TV-Übertragungen, Großveranstaltungen und Liveproduktionen ein

Por Panorama Audiovisual

Der brasilianische audiovisuelle Produktionsdienstleister Zebra Streaming hat seinen 4K/UHD-Ü-Wagen mit Lösungen von Blackmagic Design ausgestattet, um unterschiedliche Produktionsanforderungen abzudecken – von TV-Übertragungen und Live-Streaming bis hin zu Großveranstaltungen. Die Infrastruktur umfasst mehr als 30 Kameras, Liveproduktionsmischer, Rekorder und Bedienpulte. Dadurch lässt sich die technische Ausstattung flexibel an die Anforderungen jedes Projekts anpassen.

Zebra Streaming wurde 2019 von Felipe Lemes gegründet und setzt bei seinen Produktionen konsequent auf Geräte von Blackmagic Design. Das Unternehmen ist vor allem in den Bereichen Konzerte, DVD-Aufzeichnungen, Konferenzen, Festivals, Fernsehen und Streaming-Inhalte tätig und besonders stark im christlichen Musikmarkt vertreten. Der 2025 gebaute Ü-Wagen wurde für komplexe Produktionsabläufe konzipiert und nutzt ein integriertes System für Signalaufnahme, Verarbeitung, Monitoring und Aufzeichnung.

„Die Entscheidung, unseren Ü-Wagen mit Produkten von Blackmagic Design auszustatten, entstand vor allem aus dem Bedarf an einer integrierten und zuverlässigen Infrastruktur. Wir benötigten eine Lösung, die Qualität, Flexibilität und Konnektivität bietet und vor allem auch bei der Verarbeitung großer Signalvolumen zuverlässig arbeitet“, erklärte Lemes. „Mit Blackmagic Design konnten wir einen deutlich stärker integrierten Workflow aufbauen. Die Weiterentwicklung der Produkte sorgt dafür, dass wir auch für die Zukunft gerüstet sind, ohne unsere bereits aufgebaute Infrastruktur später vollständig erneuern zu müssen.“

Zebra Streaming arbeitete mit dem Sistema Brasileiro de Televisão (SBT) bei der Produktion von Vira Brasil 2026 zusammen, einem christlichen Musikfestival zum Jahreswechsel. Die Veranstaltung zog mehr als 50.000 Besucher an und erreichte mit der Liveübertragung 15 Millionen Haushalte. Hinzu kamen Tausende Zuschauer über YouTube und weitere Streamingplattformen.

„Vira Brasil war unser erstes Projekt mit SBT und von enormer Bedeutung, weil es den Einstieg unseres Unternehmens in die Produktion großer Fernsehveranstaltungen mit landesweiter Reichweite markierte“, erklärte Lemes. „Es war eines dieser Projekte, bei denen sich zeigt, wie entscheidend Investitionen in Technologie, Ausrüstung und technisches Know-how für eine Produktion dieser Größenordnung sind.“

Die Vorbereitung umfasste die Planung des gesamten Systems, die Festlegung des Signalflusses und die Auswahl der erforderlichen Geräte, um die Anforderungen einer Fernsehübertragung zu erfüllen und zugleich die für eine Liveveranstaltung notwendige Flexibilität zu gewährleisten. Laut Lemes bestand das Ziel darin, sämtliche Abläufe vor Sendebeginn zu planen, damit sich das Team vollständig auf den Betrieb und die Signalqualität konzentrieren konnte.

Für die Bildaufnahme kamen 13 Kameras des Typs Blackmagic URSA Broadcast G2 zum Einsatz. Sie wurden für unterschiedliche Perspektiven eingesetzt, darunter Totalen, Travelling-Aufnahmen, Kranfahrten, Handkameraaufnahmen des Publikums und Detailbilder der Musikinstrumente.

„Diese Kameras waren entscheidend dafür, die Übertragung dynamischer zu gestalten. Wir haben sie ausgewählt, weil wir sämtliche Kameras direkt vom Ü-Wagen aus steuern können mussten. Zahlreiche Parameter wie Belichtung, Gain, Weißabgleich und weitere Bildeigenschaften lassen sich aus der Ferne anpassen. Das ist bei einer Veranstaltung, die bei Tageslicht beginnt und erst nachts endet, besonders wichtig. So können wir auf wechselnde Lichtverhältnisse reagieren und sicherstellen, dass alle Kameras während der gesamten Übertragung korrekt eingestellt sind und einheitliche Bilder liefern“, ergänzte er.

Weitere Einblicke in die Produktion:

Die Produktion setzte außerdem zehn digitale Kinokameras Blackmagic URSA Mini Pro 12K für Nahaufnahmen und Einstellungen mit Teleobjektiven langer Brennweite ein. Vier Blackmagic Studio Camera 6K Pro lieferten Signale für die LED-Großbildschirme der Veranstaltung. Ergänzt wurde das Setup durch vier Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro, drei Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K G2 und eine Blackmagic Micro Studio Camera 4K G2, die an beengten Stellen auf der Bühne und in unmittelbarer Nähe der Musikinstrumente positioniert wurden.

„Mit all diesen Kameras von Blackmagic Design konnten wir jeden Moment unkompliziert und detailreich erfassen“, sagte Lemes. „Jede Kamera wurde strategisch auf dem Veranstaltungsgelände platziert und ergänzte die anderen. Dadurch konnten wir sämtliche Momente sowohl für das Publikum vor Ort als auch für die Zuschauer zu Hause festhalten.“

Die Kamerasignale wurden über Glasfaserkabel zum Ü-Wagen übertragen und intern an die verschiedenen Betriebsbereiche verteilt. Die Infrastruktur ermöglichte den Zugriff auf die benötigten Quellen für Bildschnitte, Monitoring, Aufzeichnung und Farbkorrektur mit DaVinci Resolve Studio.

„Die zentrale Signalverarbeitung und die Bildumschaltung erfolgten über einen ATEM Constellation 8K und einen Blackmagic Videohub 120×120 12G. Damit konnten wir die verschiedenen Systeme effizient integrieren. Bei einer Produktion mit so vielen Kameras und Signalquellen bieten uns vier M/E-Busse, 40 Eingänge und die 8K-Kompatibilität enorme Flexibilität im Betrieb“, erklärte Lemes.

Für das Videomonitoring wurde der Ü-Wagen mit vier ATEM Camera Control Panels ausgestattet. Darüber hinaus kam DaVinci Resolve Live für die Farbkorrektur während der Produktion zum Einsatz.

Die Aufzeichnung wurde auf mehrere Geräte verteilt. „Wir verwendeten außerdem drei HyperDeck Studio 4K Pro, um das Hauptprogrammsignal, das Backup-Signal und die cleanen Signale aufzuzeichnen. Hinzu kamen 15 HyperDeck Studio HD Pro und 20 HyperDeck Studio HD Plus für die Aufzeichnung einzelner Signalquellen“, erläuterte Lemes.

Zum Betrieb gehörten auch die Bedienpulte ATEM 2 M/E Advanced Panel 40, ATEM 2 M/E Advanced Panel 20 und ATEM 1 M/E Advanced Panel 10, die sich gegenseitig ergänzten. Das ATEM 2 M/E Advanced Panel 40 war für die Hauptregie reserviert und ermöglichte dem Regisseur, während der Fernsehübertragung für SBT mit zahlreichen Quellen und M/E-Bussen zu arbeiten.

Das ATEM 2 M/E Advanced Panel 20 wurde für eine zweite Regie eingesetzt, die unabhängig zusätzliche Bildschnitte und Mischungen für das an YouTube übertragene Signal erstellen konnte. Das ATEM 1 M/E Advanced Panel 10 übernahm spezielle Aufgaben, darunter zusätzliche Bildschnitte und Videosignale für die LED-Wände.

Nach Abschluss der Produktion wurde das finale Signal für die Übertragung und die Verteilung per Satellit bereitgestellt, entsprechend den Anforderungen von SBT.

Der Ü-Wagen verfügt über weitere Geräte von Blackmagic Design, die je nach den Anforderungen des jeweiligen Projekts eingesetzt werden. Dazu zählen die Liveproduktionsmischer ATEM 4 M/E Constellation HD, ATEM 2 M/E Constellation HD, ATEM 4 M/E Constellation 4K und ATEM Television Studio Pro 4K sowie die Konverterlösung ATEM Streaming Bridge und DeckLink-Capture-Karten.

„Alle diese Geräte spielen eine zentrale Rolle dabei, unseren Produktionsworkflow zu standardisieren“, erklärte Lemes. „Wir nutzen die gesamte verfügbare Ausrüstung optimal, um unseren Kunden genau das bieten zu können, was sie benötigen.“

Zu den weiteren Großproduktionen von Zebra Streaming zählen das Abschlusskonzert der Tournee „Tardezinha 10 Anos Edição Final“ des Sängers Thiaguinho sowie das christliche Treffen The Send. Beide Veranstaltungen erzielten jeweils mehr als 2,1 Millionen Aufrufe auf YouTube.

„Der bei Tardezinha und The Send eingesetzte Workflow folgte derselben Philosophie und technischen Architektur wie bei unseren anderen Produktionen. Die Infrastruktur des Ü-Wagens wurde dabei an die Komplexität und die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Veranstaltung angepasst“, erläuterte Lemes. „Obwohl jedes Projekt eigene Herausforderungen mit sich brachte, hielten wir an denselben Grundprinzipien fest: die Signalqualität zu bewahren, eine konsistente Farbwiedergabe zwischen den Kameras sicherzustellen und auch bei großen und lang andauernden Produktionen einen sicheren und effizienten Betrieb zu gewährleisten.“

Zebra Streaming will weiterhin in Technologie investieren und seine Kapazitäten für zunehmend größere und komplexere Produktionen ausbauen. Laut Lemes möchte das Unternehmen den mit dem aktuellen Ü-Wagen erreichten technischen Standard halten und zugleich neue Produktionsinfrastrukturen entwickeln.

„Heute gilt unser Unternehmen in Brasilien als einer der führenden Anbieter für die Produktion von Großveranstaltungen mit Geräten von Blackmagic Design. Diesen Standard wollen wir weiter anheben“, erklärte er abschließend.

Als nächsten Schritt plant das Unternehmen den Bau eines zweiten Ü-Wagens mit einer auf IP 2110 von Blackmagic Design basierenden Infrastruktur. Nach Einschätzung von Lemes könnte diese neue Einheit einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Unternehmens darstellen und es noch besser auf die künftigen Anforderungen des Broadcast-Marktes vorbereiten.

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