Das kanadische Unternehmen Mesh Broadcast Services hat seinen Hauptübertragungswagen Eclipse mit einem 36-Fader-Mischpult Calrec Argo M ausgestattet. Die Installation erfolgte durch den kanadischen Partner True North AV. Die Lösung wurde ausgewählt, um die Audioressourcen eines großen Ü-Wagens auf kompakter Fläche zu bündeln, und kommt inzwischen bei zehn bis zwölf Sport- und Entertainment-Produktionen pro Monat zum Einsatz.
Seinen ersten Einsatz absolvierte das Argo M während eines sechswöchigen Vertrags von Mesh Broadcast Services mit InLive, der Stadt Vancouver und der FIFA für das FIFA Fan Festival in Vancouver, das auf dem Gelände der Pacific National Exhibition stattfand. Die Veranstaltung diente als zentraler Treffpunkt für Fans, die den internationalen Wettbewerb verfolgen wollten.
„Wir haben mehrere Plattformen analysiert, aber als Calrec die Argo-Serie entwickelte und auf den Markt brachte, wussten wir, dass wir eine Lösung gefunden hatten, die Leistung und kompakte Abmessungen für unsere Anwendungen vereint“, sagt Scott McPhee, Mitgründer und Produktionsleiter von Mesh Broadcast Services. Seinen Angaben zufolge bietet das Argo M einen leistungsfähigen und intuitiven Audioworkflow, mit dem sich neue Toningenieure schnell einarbeiten können. Gleichzeitig können erfahrene Anwender, die mit größeren Calrec-Konsolen vertraut sind, Produktionen problemlos bedienen.
Kypros Christodoulides, Spezialist für technischen Vertrieb und Produkte bei True North AV, begleitete das Team von Mesh Broadcast Services bei der Evaluierung der verschiedenen Konfigurationen. Der Ü-Wagen verfügte bereits über eine Dante-basierte Infrastruktur, um große analoge Patchbays zu vermeiden. Das Unternehmen entschied sich daher, diese Architektur mit dem neuen Mischpult beizubehalten und auszubauen.
„Wir mussten ein Mischpult auswählen, das über alle Arten von Ein- und Ausgängen verfügt. Dante ist eine zentrale Plattform für uns und musste Bestandteil des Workflows unserer aktuellen Produktionen sein, damit wir alle unsere Kunden bedienen können“, erklärt McPhee. Die Konfiguration kombiniert zudem MADI- und analoge Anschlüsse und ermöglicht damit unterschiedliche Einsatzszenarien – von professionellen Sportproduktionen wie Eishockey und Fußball bis hin zu gestreamten E-Sport-Veranstaltungen.
Im Jahr 2025 war Mesh Broadcast Services offizieller Anbieter der Broadcast-Infrastruktur für die Invictus Games in Vancouver. Das Unternehmen hatte bereits zuvor MADI- und Dante-Interfaces für sein bestehendes Audiosystem angeschafft. Die Kombination dieser Komponenten mit der Argo-M-Plattform hat die Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert. Das System unterstützt außerdem verschiedene Kartenoptionen aus der Argo-Familie – ein wichtiger Aspekt für einen mobilen Produktionsstandort mit begrenztem Platzangebot.
Zusätzlich installierte das Unternehmen drei analoge Calrec-Type-R-I/O-Boxen in Cases, die als mobile Einheiten am Spielfeld eingesetzt werden. Die Konfiguration umfasst außerdem ein 1-HE-Gehäuse in den Racks sowie einen Dante-Switch mit PoE-Versorgung für die Stromversorgung der vor Ort eingesetzten Bolero-Kommunikationsantennen.
„Wir haben viele Kunden aus dem Bereich Extremsport. Manchmal liegen der Standort, an dem wir den Ü-Wagen abstellen, und die Position des Moderationsstandes 300 Meter auseinander. Mit dem von uns ausgewählten Mischpult und dem I/O-System können wir alles abdecken – von kleinen Arenen bis hin zu Downhill-Mountainbike-Wettbewerben“, erläutert McPhee.
Derzeit ist der Ü-Wagen bei zehn bis zwölf Veranstaltungen pro Monat im Einsatz. Mesh Broadcast Services stellt Produktionsinfrastruktur für die CPL in Vancouver und Victoria, die Battlefield Fight League auf UFC Fight Pass, das Crankworx Mountain Bike Festival auf Red Bull TV sowie das Great Outdoor Comedy Festival in Calgary und Vancouver bereit. Darüber hinaus fungiert das Unternehmen als interne Broadcast-Einheit der Vancouver Goldeneyes in der PWHL.
Mesh Broadcast Services rechnet außerdem damit, im Winter die NHL Visitor Show zu unterstützen. Laut McPhee wird diese Produktion eine weitere Gelegenheit bieten, die Möglichkeiten des Calrec-Systems umfassend unter Beweis zu stellen.