Blackmagic Design hat bekannt gegeben, dass der Kameramann Edward Goldner, ACS, die digitale Filmkamera URSA Cine 17K 65 für die Dreharbeiten zur Krimiserie „Treasure and Dirt“ eingesetzt hat. Die Produktion wurde im australischen Outback gedreht. Der 65-mm-RGBW-Sensor wurde ausgewählt, um die weitläufigen Landschaften besonders zur Geltung zu bringen und zur realistischen Atmosphäre der Geschichte beizutragen.
Unter der Regie von Madeleine Gottlieb und mit Michael Dorman und Liv Hewson in den Hauptrollen ist „Treasure and Dirt“ eine Adaption des gleichnamigen Romans des australischen Schriftstellers Chris Hammer. Die Handlung folgt dem Mordermittler Ivan Lucic, gespielt von Dorman, der gemeinsam mit der örtlichen Ermittlerin Nell Buchanan, dargestellt von Hewson, den Mord an einem Goldsucher in einer Opalminenstadt untersucht.
Goldner und Gottlieb verfolgten einen klar strukturierten und minimalistischen visuellen Ansatz. Die meisten Szenen wurden mit statischer Kamera aufgenommen. Bewegungen kamen vor allem dann zum Einsatz, wenn sie durch die Handlung der Figuren eindeutig motiviert waren.
„Wir haben einen sehr reduzierten visuellen Ansatz gewählt. Grundsätzlich blieb die Kamera statisch, es sei denn, es gab eine klare Motivation, sie zu bewegen“, erklärt Goldner. Seiner Einschätzung nach trugen der zurückhaltende Ton der Serie und die Wüstenlandschaften zu einer Bildsprache bei, in der Bewegungen und visuelle Mittel ohne erzählerische Funktion nicht zur Konzeption gepasst hätten.
Der Kameramann arbeitete außerdem mit sehr geschlossenen Blenden, meist zwischen T16 und T22, um die Hintergründe scharf zu halten und der Umgebung mehr Präsenz zu verleihen. „Abgesehen davon, dass die Bilder dadurch einen Hauch aus einer anderen Zeit erhielten, hatte ich das Gefühl, dass dies zusätzlich unterstrich, wie stark die Umgebung der Serie ihre Figuren beeinflusst“, fügt er hinzu.
Ein großer Teil der Handlung wurde in eher weit gefassten Einstellungen umgesetzt – ein Ansatz, den Goldner mit einer theatralischen Bildsprache vergleicht. Die Aufnahmen erfolgten in 17K im Open-Gate-Modus und mit voller Sensorbreite. In der Postproduktion wurde anschließend der obere und untere Bildbereich beschnitten, um das Seitenverhältnis 2,39:1 zu erreichen.
Goldner setzte außerdem die Q3-Kompression ein, die er als effizient für das Datenmanagement bezeichnet. „Die URSA Cine 17K 65 hat mich vor allem wegen der Größe des Sensors angesprochen und weniger wegen der Auflösung“, erklärt er. Darüber hinaus hebt er hervor, dass die unterschiedlichen Auflösungen dank der kamerainternen Skalierung dieselbe Sensorgröße beibehalten, wodurch die Arbeit in 17K auch in der Postproduktion praktikabel bleibt.
Mit von Lemac Film and Digital gemieteten Kameras arbeitete Goldner gemeinsam mit dem Kameramann Matt Dobson, SOC. Zum Setup gehörten zwei URSA Cine 17K 65 sowie ein drittes Kameragehäuse für das Second-Unit-Team. Die Kameras wurden mit Blackwing7-T-Tuned-Prime-Objektiven von Tribe7 kombiniert.
Auch die Wahl der Objektive war Teil der Entwicklung unterschiedlicher visueller Ebenen. Die Detektivfiguren wurden mit einer strengeren und strukturierteren Kadrierung sowie größerer Schärfentiefe dargestellt, während die Szenen rund um die Sekte eine weichere Ästhetik erhielten.
„Ich wollte, dass der Zuschauer das Gefühl bekommt, vom Anführer der Sekte angezogen und indoktriniert zu werden“, erklärt Goldner.
Auch die extremen Umweltbedingungen in der Wüste stellten das Team vor Herausforderungen. Laut dem Kameramann zählen die Temperaturen und die besonderen Bedingungen der Region zu den anspruchsvollsten Voraussetzungen für Kamera-Produktionen in Australien. Der Belichtungsspielraum der URSA Cine 17K 65 wurde genutzt, um die starken Kontraste zwischen Bereichen unter direkter Sonneneinstrahlung und den lichtarmen Bedingungen im Inneren der Höhlen zu bewältigen.
Goldner hebt insbesondere die Leistung der Kamera bei ISO 1600 hervor, sowohl bei der Bewahrung der Spitzlichter als auch bei der Kontrolle des Rauschens in den Schatten. „Ich war immer wieder beeindruckt davon, wie gut die Kamera die Übergänge zwischen voller Sonneneinstrahlung und der geringen Lichtmenge im Inneren der Höhlen bewältigte“, betont er.
Obwohl Goldner bei längeren Produktionen normalerweise Kamerasysteme bevorzugt, mit denen er bereits vertraut ist, verlief die Umstellung auf die URSA Cine 17K 65 nach seinen Angaben sehr schnell. „Schon nach kurzer Zeit fühlte sich die Bedienung der URSA Cine 17K 65 äußerst komfortabel und intuitiv an“, sagt er. Für ihn war diese Eigenschaft angesichts des hohen Tempos der Dreharbeiten von großer Bedeutung und trug zum visuellen Ergebnis der Serie bei.
„Treasure and Dirt“ ist eine Produktion von Easy Tiger Productions für ABC in Zusammenarbeit mit BBC und der South Australian Film Corporation.