Das Les Ballets de Monte-Carlo setzt die Paragon-Plattform von Elation als Grundlage seines Beleuchtungssystems ein und unterstreicht damit eine Philosophie, bei der das Licht dezent eingesetzt wird, um die Erzählung zu unterstützen und die Choreografie hervorzuheben, ohne mit der Darbietung der Tänzer zu konkurrieren. Laut Samuel Thery, der seit 17 Jahren für die Beleuchtung der Compagnie verantwortlich ist, besteht das Ziel darin, den Blick des Publikums gezielt auf bestimmte Momente der Aufführung zu lenken, ohne dass die Bewegungen der Scheinwerfer wahrgenommen werden.
„Die Beleuchtung für Tanz unterscheidet sich grundlegend von der Beleuchtung eines Konzerts. Bei einem Konzert gibt es die Show des Künstlers und die Lichtshow. Im Ballett gibt es keine Lichtshow. Alles ist viel minimalistischer. Wir möchten nicht, dass das Publikum die Scheinwerfer bemerkt oder Lichtstrahlen über die Bühne ziehen sieht. Die Aufgabe der Beleuchtung besteht darin, die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Handlung oder einen Tänzer zu lenken. Man kann 50 Menschen auf der Bühne haben, aber dem Publikum muss vermittelt werden: ‚Schaut auf diesen Moment. Er ist wichtig.‘“, erklärte Thery.
Mit Auftritten in zahlreichen Ländern benötigte die Compagnie kompakte und äußerst vielseitige Beleuchtungssysteme. Die Paragon-Plattform, bestehend aus den Modellen S, M und LT, ermöglicht es, dass ein einziger Scheinwerfer als Washlight, Profilscheinwerfer mit Blendenschiebern, Gobo-Projektor oder für dezente Verfolgung der Tänzer eingesetzt werden kann. Hinzu kommen Funktionen wie hohe Farbtreue, die TruTone-Technologie, Schutz nach IP54 sowie ein austauschbares Linsensystem.
Derzeit nutzt das Ensemble 66 Paragon-Scheinwerfer sowie acht Artiste Rembrandt-Geräte und ersetzt damit schrittweise ein früheres Beleuchtungssystem von Elation. Thery betont, dass die Standardisierung der verschiedenen Modelle die Proben beschleunigt, da Einstellungen schnell zwischen den Geräten übertragen werden können. Dadurch lässt sich die verfügbare Bühnenzeit effizienter nutzen, die in erster Linie den Tänzern vorbehalten ist.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist nach Aussage des Lichtdesigners der nahezu geräuschlose Betrieb der Scheinwerfer – eine wesentliche Eigenschaft für Aufführungen mit Momenten absoluter Stille. Er hob außerdem die enge Zusammenarbeit mit Elation während der Entwicklung der Paragon-Plattform hervor. Im Rahmen gemeinsamer Treffen und Demonstrationen wurden optische Lösungen speziell für die Anforderungen des Balletts entwickelt und in das System integriert.
Im Jahr 2026 kommen bei allen europäischen Produktionen des Les Ballets de Monte-Carlo Scheinwerfer der Paragon-Plattform zum Einsatz. Auch auf internationalen Tourneen werden sie nach Möglichkeit verwendet. Für Samuel Thery sollte die Technologie für das Publikum unsichtbar bleiben.
„Das Publikum sollte niemals über die Beleuchtung nachdenken. Wenn wir unsere Arbeit richtig machen, denken die Menschen ausschließlich an die Tänzer und an die Geschichte.“