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Paramount Skydance erhält britische Genehmigung für die Übernahme von Warner Bros. Discovery

Paramount Skydance erhält grünes Licht der britischen Behörden nach verbindlichen Zusagen zu redaktioneller Unabhängigkeit, Kinderschutz und Investitionen in die britische Medienbranche

Por Panorama Audiovisual

Die britischen Regulierungsbehörden haben die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance im Wert von 110 Milliarden US-Dollar genehmigt, nachdem das Unternehmen ein Paket rechtsverbindlicher Verpflichtungen zum Schutz der redaktionellen Unabhängigkeit, des Kinderprogramms und der Investitionen in die britische Medienindustrie akzeptiert hat.

Die Genehmigung basiert auf getrennten Entscheidungen der Competition and Markets Authority (CMA) sowie des Department for Culture, Media and Sport. Die CMA kam zu dem Schluss, dass die Transaktion den Wettbewerb auf dem britischen Markt nicht wesentlich beeinträchtigen werde und daher keine vertiefte Untersuchung erforderlich sei.

„Wir haben diese Transaktion genehmigt, weil sie keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken im Vereinigten Königreich aufwirft“, erklärte die CMA. Nach Einschätzung der Behörde wird Paramount auch nach der Übernahme von Warner Bros. Discovery in den Bereichen Kinodistribution, Streaming und weiteren Mediensegmenten weiterhin ausreichendem Wettbewerb ausgesetzt sein.

Auch die britische Kulturministerin Lisa Nandy entschied, nicht aus Gründen des öffentlichen Interesses in die Transaktion einzugreifen, nachdem Paramount zugesagt hatte, Maßnahmen zum Schutz der Medienvielfalt zu ergreifen. Bereits im Juni hatte die britische Regierung Bedenken hinsichtlich redaktioneller Vielfalt, journalistischer Unabhängigkeit und des Angebots für Kinder geäußert.

Zu den eingegangenen Verpflichtungen gehört die Wahrung der redaktionellen Unabhängigkeit der Fernsehsender und Streaming-Plattformen des fusionierten Unternehmens. Channel 5 News bleibt redaktionell von CBS News und CNN International getrennt, wobei CNN International weiterhin im Vereinigten Königreich verfügbar sein wird.

Darüber hinaus hat Paramount zugesichert, dass Nickelodeon und Cartoon Network weiterhin redaktionell unabhängig arbeiten und auch künftig originäre britische Kinderprogramme produzieren und erwerben werden. Channel 5 wird seine Rolle als öffentlich-rechtlicher Sender beibehalten und seine Auftragsvergabestrategie weiterhin auf den britischen Markt ausrichten.

Der Großteil dieser Verpflichtungen gilt für einen Zeitraum von fünf Jahren nach Abschluss der Übernahme. Die Auflagen für Channel 5 bleiben jedoch bis zum 31. Dezember 2034 bestehen, wenn die derzeitige öffentlich-rechtliche Sendelizenz des Kanals ausläuft. Während dieses Zeitraums muss Paramount jährlich über die Einhaltung der Verpflichtungen berichten.

Die britische Genehmigung folgt auf die bedingte Freigabe der Europäischen Kommission im Juli 2026. Im Rahmen dieses Verfahrens verpflichtete sich Paramount, innerhalb von 13 Monaten nach Abschluss der Transaktion aus der europäischen Filmvertriebs-Joint-Venture United International Pictures mit Universal Pictures auszusteigen und in den darauffolgenden zehn Jahren keine vergleichbare Partnerschaft mit Universal in Europa einzugehen.

Nach Angaben von Paramount haben die Regulierungsbehörden in 66 Rechtsordnungen die Transaktion bereits genehmigt oder keine Einwände dagegen erhoben. Das Unternehmen argumentiert zudem, dass die Entscheidungen des Vereinigten Königreichs und der Europäischen Union die Argumentation der Generalstaatsanwälte aus zwölf US-Bundesstaaten schwächen, die mit einer Klage die Übernahme verhindern wollen.

Trotz der regulatorischen Fortschritte in Europa steht die Transaktion in den Vereinigten Staaten weiterhin vor rechtlichen Hürden. Im Juli reichte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta gemeinsam mit Vertretern weiterer elf Bundesstaaten Klage ein. Sie argumentieren, dass die Fusion den Wettbewerb in den Film- und Fernsehmärkten einschränken werde. Auch die Writers Guild of America erhob Klage und äußerte Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Transaktion auf den Wettbewerb um Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren.

Der Prozess vor einem Bundesgericht soll am 2. März 2027 beginnen und voraussichtlich zwölf Tage dauern. Solange die Gerichtsverfahren anhängig sind, hat sich Paramount verpflichtet, die Übernahme nicht abzuschließen. Sollte der Vollzug nicht bis zum 30. September erfolgen, muss das Unternehmen vierteljährlich rund 650 Millionen US-Dollar an die Aktionäre von Warner Bros. Discovery zahlen – das entspricht etwa sieben Millionen US-Dollar pro Tag.

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