Telestream hat die nächste Entwicklungsstufe der Plattform Telestream UP angekündigt und erweitert die zu Beginn dieses Jahres eingeführte Cloud-native Lösung zu einer umfassenden Umgebung für die Orchestrierung eigener Dienste, Technologien von Drittanbietern und KI-gestützter Workflows.
Die Plattform soll als Grundlage für moderne Medienoperationen dienen und Ingest, Verarbeitung, Monitoring, Qualitätskontrolle, kollaborative Überprüfung, Content Management und Distribution in einer einzigen Umgebung integrieren.
Telestream UP basiert auf einem modularen Baukastenprinzip und ermöglicht Medienunternehmen, Technologien von Telestream mit Anwendungen von Drittanbietern und KI-Funktionen zu kombinieren, um Workflows im großen Maßstab aufzubauen und zu betreiben.
„KI hat die Einstiegshürde für die Entwicklung neuer Anwendungen drastisch gesenkt, aber eine Anwendung zu entwickeln ist etwas völlig anderes, als eine zuverlässige Medieninfrastruktur zu betreiben“, erklärte Charlie Dunn, Executive Vice President of Products bei Telestream. „Mit UP verwandeln wir jahrzehntelange Erfahrung von Telestream in Bausteine, die Kunden nutzen können, um schneller voranzukommen, ohne die gesamte Medieninfrastruktur neu aufbauen zu müssen. Sie können Telestream-Funktionen nutzen, Technologien integrieren, die bereits im Einsatz sind, eigene Anwendungen entwickeln oder all dies miteinander kombinieren. Dadurch reduzieren sie den Integrationsaufwand, können Workflows schneller anpassen und ihre Engineering-Ressourcen auf die Bereiche konzentrieren, die den größten Mehrwert für ihr Unternehmen schaffen.“
Nach Angaben von Telestream wird die Plattform bereits in Live-Produktionen eingesetzt. Ein Signal kann über UP.Capture erfasst, mit UP.Lens in Echtzeit überwacht und über UP.Review für die kollaborative Überprüfung bereitgestellt werden. Unternehmen können diese Funktionen integriert nutzen oder nur die benötigten Module einsetzen und sie mit externen Technologien und eigenen Anwendungen kombinieren.
Telestream erweitert die Funktionen der Plattform zudem um zusätzliche Möglichkeiten für Qualitätskontrolle, Transkodierung, Media Intelligence und KI-basierte Inhaltsanalyse.
„KI kann einem Team helfen, schnell einen Prototyp für etwas Neues zu entwickeln. Die größere Herausforderung besteht darin, diese Idee in einen Betrieb zu überführen, der komplexe Medien Tag für Tag zuverlässig und im großen Maßstab verarbeiten kann“, erläuterte Dunn. „Genau hier macht die Erfahrung von Telestream den Unterschied. UP bietet eine bewährte Medienbasis für die Entwicklung neuer Workflows, ohne die Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen, von der Unternehmen abhängig sind. Dadurch können Teams schneller von der Experimentierphase in die Produktion übergehen und sich weiterentwickeln, ohne unnötige Betriebsrisiken einzuführen.“
Telestream wird außerdem KI-Technologien aus verschiedenen Bereichen seines Portfolios in UP integrieren. Funktionen wie Sprach- und Videoanalyse, automatische Erstellung von Metadaten und Inhaltsverständnis können direkt in den Workflows eingesetzt werden, ohne dass separate Prozesse erforderlich sind.
Ein weiteres Highlight ist die Unterstützung des Model Context Protocol (MCP), das eine standardisierte Möglichkeit bieten wird, über KI-Agenten und Assistenten auf die Funktionen der Plattform zuzugreifen. Dadurch können Nutzer über traditionelle Benutzeroberflächen, APIs, Workflow-Automatisierungen oder Befehle in natürlicher Sprache mit der Umgebung interagieren.
Die Weiterentwicklung der Plattform umfasst zudem eine stärkere Integration zwischen den einzelnen Modulen:
• UP.Capture für die Erfassung und den Ingest von Live-Signalen in der Cloud;
• UP.Lens für Echtzeit-Monitoring und die Generierung von Warnmeldungen;
• UP.Review für kollaborative Wiedergabe und Anmerkungen;
• UP.Workflow für die Automatisierung von Prozessen und die Integration zwischen einzelnen Workflow-Schritten;
• UP.Ingest für den Import von Dateien und professionellen Kamerakarten.
Seit der NAB arbeitet Telestream daran, diese Komponenten stärker miteinander zu vernetzen. Zu den Neuerungen gehören Verbesserungen der Ausfallsicherheit für Live-Signale, die gemeinsame Nutzung von Quellen zwischen UP.Capture und UP.Lens ohne Duplizierung von Streams sowie erweiterte Funktionen für die Zusammenarbeit in UP.Review.
Während der IBC2026 wird Telestream die Weiterentwicklungen der Plattform präsentieren, darunter neue Funktionen für die Module UP.Capture, UP.Lens, UP.Review, UP.Workflow und UP.Ingest sowie neue Möglichkeiten für Medienverarbeitung, Qualitätskontrolle, künstliche Intelligenz und die Unterstützung von MCP.