Das Arch Audio Recording Studio in Chattanooga hat als erstes Tonstudio in den Vereinigten Staaten eine kommerzielle Session mit der neuen „Future Analogue“-Musikplattform von Solid State Logic unter Einsatz der 48-Kanal-Konsole SSL ORACLE durchgeführt.
An dem Projekt wirkten der Country-Soul-Künstler Tyson Leamon, Willie Kitchens — Mitglied der Rock & Roll Hall of Fame und ehemaliger Sänger von The Impressions — sowie eine komplette Band während einer zweitägigen Recording-Session mit. Der Verkauf der SSL-ORACLE-Konsole an das Studio wurde von Ted White und Greg Glaser von GC Pro/Custom House begleitet.
Mark Hutchinson, Eigentümer, Toningenieur und Produzent des Arch Audio Studios, installierte die SSL ORACLE erst kürzlich und hob insbesondere die unmittelbaren Vorteile der Instant-Recall-Funktionen hervor, die eine vollständige digitale Steuerung rein analoger Schaltungen ermöglichen.
„Wir haben zwei komplett unterschiedliche Songs aufgenommen, aber dank Instant Recall blieb jeder voll auf den kreativen Prozess konzentriert. Man muss sich um keine einzige analoge Einstellung kümmern, weil alles exakt in den vorherigen Zustand zurückkehrt. Ich musste darüber überhaupt nicht nachdenken. Das Recall-System verändert die Zusammenarbeit zwischen Künstlern, Engineers und dem Studio mit der Konsole grundlegend“, erklärte Hutchinson.
Die ActiveAnalogue-Technologie von SSL ermöglicht den sofortigen Wechsel zwischen verschiedenen Recording-, Mixing- und Overdub-Konfigurationen und reduziert damit die Vorbereitungszeiten im Studio erheblich.
Nach Angaben von Hutchinson zählt auch die Möglichkeit, verschiedene Kanalbänke zu steuern, ohne die optimale Hörposition zwischen den Monitorlautsprechern verlassen zu müssen, zu den wichtigsten Vorteilen der ORACLE.
„Diese Flexibilität ist unglaublich. Ich kann beispielsweise das Schlagzeug auf den Kanälen eins bis acht belassen und gleichzeitig auf der zweiten Faderbank die Kanäle 25 bis 32 steuern. Außerdem kann ich eine Seite für die DAW-Steuerung und die andere vollständig analog verwenden. Das ist extrem leistungsfähig“, betonte er.
Die Konsole bietet zudem eine schnelle visuelle Kanalidentifikation über integrierte Displays in den Fadern und hochauflösende Metering-Anzeigen.
„Man verliert niemals den Überblick darüber, welchen Kanal man gerade verwendet, weil alles an zwei unterschiedlichen Stellen angezeigt wird. Das verhindert Fehler“, erklärte Hutchinson.
Die SSL ORACLE unterstützt darüber hinaus eine vollständige hybride Integration mit DAWs und ermöglicht einen schnellen Wechsel zwischen Konsolen- und Pro Tools-Steuerung.
„Der Wechsel zwischen DAW und Konsole ist extrem einfach. Mit nur einem Tastendruck steuert man die Pro-Tools-Fader. Drückt man erneut, übernimmt man wieder die Kontrolle über die Konsole“, sagte Hutchinson.
Während der ersten Session entschied sich der Produzent dazu, zahlreiche Bearbeitungsentscheidungen bereits während der Aufnahmephase mithilfe der internen ORACLE-Funktionen umzusetzen.
„Routing, Processing, Inserts und Sends zwischen kleinen und großen Fadern funktionierten vollkommen nahtlos. Die Konsole ist sehr intuitiv aufgebaut und einfach zu bedienen“, kommentierte er.
Hutchinson hob außerdem die Klangqualität des Systems hervor, insbesondere die Leistung der PureDrive-Vorverstärker. „Ich besitze ein C7-Klavier und kann mit Sicherheit sagen, dass ich noch nie einen besseren Klang daraus herausgeholt habe. Die Gitarren, die Vocals — alles klang außergewöhnlich sauber und edel. Die PureDrive-Preamps klingen einfach golden“, resümierte er.