Der fünffache Emmy-Preisträger Dirk Sciarrotta, seit fast drei Jahrzehnten für den Ton der TV-Show Family Feud verantwortlich, hat die Mikrofone an den Spielpulten der Produktion kürzlich auf DPA 4018 Supercardioid Modelle umgestellt. Insgesamt wurden zwölf Mikrofone sowohl in der syndizierten Version als auch in den Primetime-Specials installiert.
Vor der Umstellung führte Sciarrotta Vergleichstests zwischen dem DPA 4018 und den zuvor verwendeten Mikrofonen durch, wobei beide Systeme an identischen Pulten installiert wurden.
„Der Hauptgrund für das Upgrade war, dass unsere bisherigen Mikrofone langsam alterten und nicht mehr hergestellt wurden“, erklärt er. „Alle Tests entsprachen mindestens der bisherigen Qualität oder übertrafen sie sogar. Der Klang der DPA-Mikrofone war ebenso gut oder besser, und die Shock-Mount-Konstruktion war dem bisherigen System um Längen überlegen. Neben der Klangqualität sind die Mikrofone auch Teil der visuellen Identität von Family Feud, da sie in nahezu jeder Einstellung sichtbar sind. Sie mussten also gut klingen und gleichzeitig gut aussehen.“
Die 13 Zoll langen Mikrofone wurden direkt an den zwölf Sprecherpositionen installiert — jeweils fünf an den beiden Familienpulten sowie zwei am zentralen Duell-Podium. Die Audiosignale werden an einen Splitter weitergeleitet, der mit einer Yamaha CL5 für den Hauptmix und einer Calrec Apollo für die Broadcast-Produktion verbunden ist.
Sciarrotta arbeitet dabei gemeinsam mit zwei A2-Assistenten, einem PA-Operator, einem Playback-Mixer und — bei den Specials mit prominenten Gästen — einem zusätzlichen Pro Tools-Operator.
Die Robustheit der Mikrofone erwies sich als entscheidend für den intensiven Produktionsalltag der Sendung, die pro Staffel zwischen 160 und 200 Episoden sowie zusätzliche Primetime-Specials produziert. Während der Aufzeichnungen schlagen Teilnehmer regelmäßig auf die Pulte, während Moderator Steve Harvey die Mikrofone oft bewusst übertrieben für komödiantische Effekte nutzt.
„Mr. Harvey schlägt häufiger auf das Pult als jeder andere“, scherzt Sciarrotta. „Er nimmt das Mikrofon in die Hand, biegt es zu sich und spricht direkt hinein. Mein natürlicher Reflex als Mixer wäre eigentlich, den Pegel abzusenken, aber wegen des Comedy-Effekts nutzen wir genau das aus. Durch die Nähe wird der Klang voller, und diese Mikrofone kommen damit hervorragend zurecht.“
Besonders hervor hob er auch das integrierte Shock-Mount-System:
„Diese Shock-Mounts absorbieren extrem viele Erschütterungen, was die Nachbearbeitung deutlich erleichtert. Wir wollen schließlich nicht jede Erschütterung der Pulte in der Sendung hören.“
Das Supernieren-Richtcharakteristikmuster der DPA-4018-Mikrofone half zudem dabei, Übersprechen zwischen den Teilnehmern zu reduzieren — ein entscheidender Faktor bei fünf Personen, die dicht nebeneinander an einem Pult stehen.
„Die Supernierencharakteristik liefert mir eine perfekte Isolation zwischen den Teilnehmern“, ergänzt er. „Ich versuche, Sprachübersprechen auf andere Mikrofone möglichst gering zu halten. Diese Modelle sind sehr gerichtet und helfen dabei enorm. Selbst wenn Teilnehmer zu nah herankommen, bekomme ich höchstens einen Plosivlaut, der sich leicht kontrollieren lässt.“
Sciarrotta lobte außerdem den technischen Support von DPA Microphones während des gesamten Upgrade-Prozesses.
„DPA war während des gesamten Projekts extrem hilfsbereit. Das Team kam direkt zu mir und wir konnten alle Tests vor Ort durchführen. Diese Art von Support macht einen großen Unterschied.“
Nach zwei Staffeln unter intensiven Produktionsbedingungen zeigt sich der Toningenieur weiterhin begeistert:
„Bis heute hatte ich keinerlei Probleme. Das sind einige der besten Mikrofone, die ich je verwendet habe. Sie klingen hervorragend, sehen großartig aus und halten allem stand, was wir mit ihnen machen.“