Der Testflug der wiederverwendbaren Rakete Zhuque-3 des chinesischen Raumfahrtunternehmens LandSpace wurde im Format Apple Immersive Video mit der Blackmagic URSA Cine Immersive aufgezeichnet. Die Dreharbeiten fanden im Satellitenstartzentrum Jiuquan in der Wüste Gobi statt und mündeten in ein immersives Erlebnis, das bereits auf mit Apple Vision Pro kompatiblen Plattformen verfügbar ist.
Produziert wurde das Projekt „Land Your Dream in Space: Zhuque-3 Launch Vehicle Flight Test Mission“ vom Team von Chengdu Qiongjie Yingchuang. Nach Angaben der Produzenten zählt es zu den ersten Produktionen im Apple-Immersive-Video-Format, die einem Raumfahrtträger gewidmet sind. Das Material entstand zwischen November und Dezember 2025 und wurde in DaVinci Resolve Studio fertiggestellt.
Laut Tang Yisu, Kameramann und Mitgründer der Produktionsfirma, bestand das Ziel darin, das Publikum direkt in das Geschehen einzubinden. „Apple Immersive Video ist das einzige Format, das Zuschauer tatsächlich mitten ins Geschehen versetzen kann. Es ermöglicht nicht nur die virtuelle Anwesenheit am Startort, sondern bietet auch eine Perspektive auf den Raketenstart, die bislang niemand persönlich erleben konnte“, erklärte er.
Das Team betonte, dass die Wahl der URSA Cine Immersive entscheidend für den Erfolg des Projekts gewesen sei. Mit einer Auflösung von bis zu 16K und stereoskopischer 180-Grad-Aufzeichnung ermöglichte die Kamera eine realitätsgetreue Darstellung der Größe der Rakete und ihrer Umgebung. „Die außergewöhnliche Auflösung der URSA Cine Immersive vermittelt den Zuschauern das Gefühl, tatsächlich in der Wüste Gobi direkt neben der Startrampe zu stehen“, so Tang.
Neben der Bildqualität hoben die Beteiligten auch die nahtlose Integration zwischen Kamera und DaVinci Resolve Studio hervor, die den Workflow von der Aufnahme über die Bearbeitung bis hin zum Export für Apple Vision Pro deutlich vereinfachte. Laut Editor Lu Linxuan entfiel dadurch ein Großteil der komplexen Korrektur- und Verarbeitungsprozesse, die normalerweise bei immersiven Produktionen erforderlich sind.
Die Dreharbeiten stellten zudem die Widerstandsfähigkeit der Ausrüstung auf die Probe. Bei Temperaturen von bis zu minus 12 Grad Celsius und häufigen Sandstürmen arbeitete die URSA Cine Immersive während der Außenaufnahmen ohne Unterbrechungen. „Weder die extreme Kälte noch die anhaltenden Sandstürme hatten Auswirkungen auf die Qualität der Aufzeichnungen“, berichtete Kameramann Gan Yujie.
Für das Produktionsteam zeigt das Projekt das Potenzial immersiver Videotechnologien bei der Dokumentation groß angelegter Ereignisse. Zuschauer erhalten dadurch die Möglichkeit, die Dimensionen und Atmosphäre eines Raketenstarts auf eine bislang unerreichte Weise zu erleben.