Der Director of Photography Aakash Subramaniam entschied sich für die ZEISS Supreme Prime und ZEISS Nano Prime Objektive, um den Kurzfilm „Our Weird Selves“ zu realisieren. Die Produktion entstand im Rahmen seines Masterstudiums an der New York Film Academy. Das Drehbuch stammt von Marco Felipe, der den Film auch inszenierte. Das Werk behandelt Themen wie Tod, Liebe und Akzeptanz in Form einer Tragikomödie und wurde auf Festivals wie dem California Indies, dem Citrus Film Festival, dem Moondust Helsinki Film Festival sowie dem National Indian Film Festival of Australia (NIFFA) gezeigt.
Die Handlung folgt Charles, der seine Ehefrau Bridget nach über einem Jahr Krankenhausaufenthalt nach Hause bringt. Als sie in seinem Mantel einen Flyer zur Euthanasie entdeckt, wird das Paar mit einer Realität konfrontiert, auf die keines von beiden vorbereitet ist.
Um die emotionale Intimität der Geschichte visuell zu übersetzen, suchte Subramaniam nach einem Bildstil, der Hauttöne und Schauspielerexpressionen möglichst unverfälscht und ohne künstliche Glättung wiedergibt.
„Es war mir sehr wichtig, meine Schauspieler so roh wie möglich einzufangen. Ich wollte Hauttexturen, Unvollkommenheiten und alle Details zeigen, die sie real machen. Viele vermeiden das, aber genau darin liegt für mich die Realität“, sagte der Director of Photography.
In der Vorproduktion wurden zahlreiche Objektive getestet, bis das Team in den ZEISS Supreme Prime die gewünschte visuelle Sprache fand.
„Als ich die Supreme Prime auf die Kamera setzte, klopfte mir der Regisseur auf die Schulter und sagte: ‚Mit diesen Objektiven drehen wir. Keine anderen.‘“
Laut Subramaniam überzeugte das Set durch seine Fähigkeit, Details präzise wiederzugeben, ohne dabei einen klinischen Eindruck zu erzeugen.
„Am meisten beeindruckte mich, dass sie alle Details bewahren, ohne künstlich zu wirken. Die Supreme Prime formen das Bild nicht aufdringlich, sondern lassen mich die Welt so sehen, wie ich sie wahrnehme, ohne zusätzliche Interpretation.“
Die Supreme Prime wurden vor allem in Szenen eingesetzt, in denen Charles und Bridget gemeinsam im Bild sind, insbesondere bei Dialogszenen am Esstisch, einem zentralen Schauplatz des Films. Die kurze Naheinstellgrenze ermöglichte sehr enge Bildausschnitte bei gleichzeitig natürlicher Darstellung der Schauspieler.
Die ZEISS Nano Prime kamen hingegen bei Close-ups und Einzelaufnahmen des Protagonisten zum Einsatz und lieferten dabei noch höhere Detailtreue in den Nahaufnahmen.
„Die Supreme sind wie eine ältere Schwester der Nano. Ich fand die Nano sogar etwas schärfer, was genau den beobachtenden Charakter ergab, den ich gesucht habe.“
Ein Großteil des Films wurde bei Blende T1.5 gedreht. In einer besonders emotionalen Szene nutzte der Kameramann eine Dioptrie für eine extreme Nahaufnahme, während Bridget Charles ins Ohr flüstert.
„Ich hatte Angst, dass alles unscharf wird und wir die gewünschten Texturen verlieren. Zu meiner Überraschung blieb alles im Fokus und sah großartig aus. Ich habe weder Hauttöne noch Textur verloren“, so Subramaniam, der augenzwinkernd hinzufügte: „Und mein erster Kameraassistent hat mich dafür nicht gehasst.“
Subramaniam betont, dass die Wahl der Objektive stets eng mit der Erzählung verbunden war.
„Bei der Wahl eines Objektivs ist es entscheidend, ob es einem erlaubt, die Geschichte so wahrhaftig wie möglich zu erzählen – in Bezug auf Schärfe, Farben, Hauttöne und Textur. Ich suchte kein Objektiv mit Charakter nur um des Charakters willen. Ich suchte eines, das mir eine ehrliche Beobachtung der Realität ermöglicht. ZEISS hat mir genau das gegeben.“
Neben der Auswahl in verschiedenen Festivalprogrammen gewann „Our Weird Selves“ bereits den Preis für die Beste Kamera beim Moondust Helsinki Film Festival sowie beim Citrus Film Festival und erhielt insgesamt 11 Nominierungen. Der Film wurde mit einer Sony Venice 1 gedreht und nutzte ein Set aus vier ZEISS Supreme Prime sowie sechs ZEISS Nano Prime Objektiven.