EditShare wird auf der IBC2026 neue Funktionen für EFS, FLOW AI, MediaSilo und EditShare One vorstellen und damit die Integration von Speicher, Content-Erkennung und Zusammenarbeit in Produktions-Workflows weiter ausbauen.
Zu den Neuerungen gehört eine neue Ultimate-EFS-Konfiguration für die Systeme EFS 310 und EFS 410, bei der FLOW AI mit GPU-basierter Verarbeitung ausgestattet ist. Darüber hinaus wird das Unternehmen erweiterte Funktionen für die mehrsprachige Transkription sowie Verbesserungen für FLOW AI und EditShare One demonstrieren. Außerdem gibt EditShare einen Ausblick auf die Weiterentwicklung von MediaSilo zu einem umfassenderen Media-Hub für die Produktion.
„Produktionsteams verwalten Medien heute über mehr Speicherplattformen, Standorte und Collaboration-Tools als je zuvor“, erklärte Brad Turner, CEO von EditShare. „Unser Fokus liegt darauf, diese Workflows enger miteinander zu verbinden, ohne Kunden dazu zu zwingen, ein geschlossenes Ökosystem zu verwenden. Die Entwicklungen, die wir auf der IBC präsentieren, verbinden leistungsstarken Speicher, intelligente Medienerkennung und sichere Zusammenarbeit und helfen Teams dabei, Inhalte schneller zu finden und Projekte mit weniger manuellen Schritten voranzutreiben.“
EditShare wird neue Ultimate-EFS-Konfigurationen für die Systeme EFS 310 und EFS 410 einführen, bei denen das FLOW Media Management und die GPU-basierte Verarbeitung von FLOW AI direkt in die Nodes integriert werden.
Durch die Kombination von gemeinsam genutztem Speicher, Medienmanagement und KI-Verarbeitung bieten die neuen Konfigurationen eine zugänglichere Möglichkeit für Teams, KI-gestützte Funktionen zur Content-Erkennung einzusetzen, ohne die Rechenleistung eines dedizierten GPU-Systems zu benötigen.
FLOW AI analysiert Audio- und Videoinhalte, um strukturierte und durchsuchbare Metadaten zu erzeugen. Teams können nach Dialogen und Transkriptionen suchen, Szenen und Gesichter identifizieren, Logos erkennen und auf dem Bildschirm angezeigten Text erfassen. Dadurch lassen sich bestimmte Ausschnitte eines Inhalts schneller auffinden.
Die Verarbeitung erfolgt lokal, ohne dass Inhalte an externe KI-Dienste übertragen werden müssen. Nach Angaben von EditShare bietet dies eine bessere Kontrolle über Sicherheit, Datenschutz und Data Governance. Das Verarbeitungsmodell ermöglicht außerdem die Analyse des vom System unterstützten Content-Volumens, ohne KI-Gebühren auf Basis von Minuten oder Nutzung.
FLOW AI erweitert zudem die Transkriptionsunterstützung auf 13 Sprachen: Englisch, Katalanisch, Kroatisch, Tschechisch, Dänisch, Niederländisch, Französisch, Deutsch, Griechisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und Türkisch. Hebräisch und Arabisch sollen später hinzukommen.
Die Erweiterung der Sprachunterstützung ermöglicht es Broadcastern, Produktionsunternehmen und Postproduktions-Teams, KI-gestützte Such- und Content-Discovery-Funktionen für eine größere Menge internationaler Inhalte einzusetzen.
FLOW AI erhält außerdem Verbesserungen beim Management von Personen und Logos. Individuen und Marken, die mit den Inhalten verbunden sind, sollen dadurch in der Zeitleiste des Media Players klarer identifiziert werden können.
EditShare wird zudem einen Ausblick auf die Weiterentwicklung von MediaSilo geben. Die Plattform soll über ihre bisherigen Funktionen für Review und Approval hinaus zu einem umfassenderen Media-Hub für die Produktion ausgebaut werden.
Die neue Funktion Media Drives ermöglicht autorisierten Nutzern, direkt über MediaSilo auf kompatible S3-Speichersysteme zuzugreifen. Dazu gehören lokal installierter und über S3 bereitgestellter EFS-Speicher sowie On-Premise- oder Cloud-Plattformen von Drittanbietern.
Teams können Ordner durchsuchen, Dateien nach Namen suchen und Inhalte direkt am Speicherort anzeigen. Dadurch lassen sich nur die tatsächlich benötigten Dateien nach MediaSilo kopieren, ohne zunächst große Datenmengen übertragen zu müssen, bevor feststeht, welche Inhalte verwendet werden.
Sobald die Inhalte in MediaSilo verfügbar sind, können die KI-Funktionen genutzt werden, um nach Transkriptionen, Bildschirmtexten, Personen, Logos und Szenen zu suchen. Die gleiche Umgebung bietet außerdem zeitcodierte Kommentare, Versionsmanagement, Dailies, Approval-Tracking und geschützte externe Reviews.
Externe Mitarbeiter können über einen Browser auf die Inhalte zugreifen, ohne sich mit dem Produktionsnetzwerk verbinden oder ein VPN verwenden zu müssen. Funktionen wie forensische und sichtbare Wasserzeichen, DRM, Ablaufkontrollen, Berechtigungen und Download-Beschränkungen tragen dazu bei, noch nicht veröffentlichte oder sich in Produktion befindende Inhalte zu schützen.
Benutzerkonten können zudem eine Multi-Faktor-Authentifizierung verwenden, die eine zusätzliche Sicherheitsebene für die Zugriffskontrolle bietet.
Nach Angaben von EditShare reduziert dieser vernetzte Workflow unnötige Datenübertragungen und schafft eine direktere Verbindung zwischen dem in der Produktion verwendeten Speicher und sicheren Collaboration-Umgebungen.
EditShare wird außerdem die Neuerungen von EditShare One demonstrieren. Die Funktionen sollen den Zugriff auf und die Verwaltung von Inhalten erleichtern, die auf EFS- und FLOW-Systemen gespeichert sind.
Nutzer können vollständige Media Spaces oder Ordner direkt über EditShare One archivieren und wiederherstellen. Dadurch wird die Verwaltung großer Content-Sammlungen vereinfacht, ohne dass einzelne Assets separat bearbeitet werden müssen.
Der erweiterte Archivierungs-Workflow bietet zudem eine Integration mit Telestream DIVA Archive und Spectra Logic Rio MediaEngine sowie mit den bereits von FLOW unterstützten Speichersystemen von Drittanbietern.
Weitere Verbesserungen sollen alltägliche Produktionsaufgaben vereinfachen. Dazu gehören das Kopieren und Teilen direkter Links zu Assets, das Herunterladen von Originaldateien oder Proxies sowie das Ziehen eines oder mehrerer Medienobjekte, Subclips, Marker, Highlights und Szenen direkt in Projekte, Bins oder Sequenzen.
Das Unternehmen hat außerdem die Bearbeitung von Metadaten, die Spaltenorganisation, das automatische erneute Öffnen von Panels, die Steuerelemente des Dateibrowsers und den Timeline-Zoom optimiert, um Navigation und Content-Management effizienter zu gestalten.