EVS hat die Einführung von Choreon angekündigt, eines neuen Robotik-Controllers für die audiovisuelle Produktion, der die T-Motion-Lösung integriert und auf der NAB Show 2026 sein Debüt feiert.
Die Plattform führt eine einheitliche Orchestrierungsebene ein, die unterschiedliche Robotersysteme in einer einzigen Steuerungsumgebung zusammenführt – von kompakten Setups bis hin zu groß angelegten Produktionen mit mehreren Robotern und Bedienern.
Mit Choreon schlägt EVS einen bedeutenden Wandel im Management von Multi-Roboter-Umgebungen vor. Anstelle separater Benutzeroberflächen für jedes System können Operatoren nun verschiedene Systeme gleichzeitig innerhalb eines einzigen Workflows steuern, wodurch kreative Möglichkeiten erweitert und die operative Komplexität reduziert werden.
Die Lösung ist mit dem gesamten T-Motion-Portfolio kompatibel, einschließlich PTZ-Kameras, Robotikköpfen, Schienensystemen, Liften, Jibs, Rovern und Cablecam-Systemen sowie Geräten von Drittanbietern. Diese Integration beseitigt Kompatibilitätsbarrieren und ermöglicht flexiblere Kombinationen in unterschiedlichen Produktionsumgebungen.
„Mit T-Motion und Choreon verwirklichen wir unsere Vision einer vollständig integrierten Robotiklösung innerhalb von EVS, die mit unserem Live-Produktions-Ökosystem verbunden ist“, erklärte Serge Van Herck.
Basierend auf einem operatorzentrierten Orchestrierungsmodell behält das System die kreative Kontrolle in den Händen der Teams, während es gleichzeitig KI-gestützte Funktionen wie automatisches Framing, Bewegungsplanung und dynamische Motion-Profile integriert.
Choreon standardisiert zudem Parameter wie Geschwindigkeit, Beschleunigung und Bewegungsprofile über alle angeschlossenen Geräte hinweg und gewährleistet so eine konsistente Bedienung – selbst beim Wechsel zwischen unterschiedlichen Systemen.
Für Live-Umgebungen konzipiert, verfügt das System über eine hochhelle Touchscreen-Oberfläche, taktile Bedienelemente und haptisches Feedback sowie über fortschrittliche Sicherheitsfunktionen wie konfigurierbare Sicherheitszonen und Stoppmechanismen auf Hardware- und Softwareebene.
„Wir entwickeln uns von der individuellen Gerätesteuerung hin zur Choreografie von Bewegungen über die gesamte Produktion hinweg“, betonte Benoit Dentan. „Das erleichtert die Ausweitung des Robotikeinsatzes, ohne die menschliche kreative Kontrolle zu verlieren, die für das Live-Storytelling essenziell ist.“
Laut dem Unternehmen spiegelt die Einführung auch jüngste Synergien nach strategischen Übernahmen wider und stärkt die Integration von Teams und Technologien.
Choreon erweitert die Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Anwendungen, darunter Sportübertragungen, Studios, Unterhaltung, immersive Umgebungen wie AR, VR und XR sowie Live-Events, Parlamente, Arenen und eSports.