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Fox Sports setzt bei der 110. Ausgabe der Indianapolis 500 erstmals „Top Gun“-Kamera ein Neue RF-Mikrokamera filmt Fahrer direkt im Cockpit

Por Panorama Audiovisual

Fox Sports erweitert den Einsatz filmischer Produktionstechnologien bei der Übertragung der 110. Ausgabe der Indianapolis 500 am 24. Mai. Zum Einsatz kommen neue Onboard-Kameras sowie eine weiter ausgebaute Remote-Produktionsinfrastruktur. Zu den Neuerungen zählt die sogenannte „Top Gun“-Kamera – eine RF-Mikrokamera im Cockpit, die direkt auf das Gesicht der Fahrer gerichtet ist. Zudem führt der Sender die „Buckeye Camera“ ein, die seitlich am Heck der IndyCars montiert wird.

„Die Inspiration für unsere ‚Top Gun‘-Kamera stammt aus verschiedenen Motorsportfilmen“, erklärte Michael Davies, Executive Vice President of Technical and Field Operations bei Fox Sports. „F1: The Movie war eine wichtige Referenz dafür, was visuell möglich ist. Unser Regisseur Mitch Riggin entwickelte daraufhin die Idee, diese außergewöhnliche Perspektive direkt auf das Gesicht des Fahrers umzusetzen.“

Nach Angaben von Davies eröffnet auch die neue Heckkamera zusätzliche erzählerische Möglichkeiten während des Rennens und bei Boxenstopps.

„Es gibt großes Interesse daran, Bilder zu schaffen, die nicht nur Strategie und Performance zeigen, sondern auch Emotionen – deutlich näher an einer filmischen Produktion“, sagte er.

Die neuen Kameras ergänzen die bereits eingesetzten Driver’s-Eye-Mikrokameras, die sich im Sichtfeld der Fahrer innerhalb der Helme befinden, ebenso wie Front-, Heck-, Seiten- und Fahrwerkskameras.

Zur Ergänzung der Driver’s-Eye-Bilder integriert Fox Sports außerdem Telemetriedaten mit HUD-Overlay, darunter Beschleunigung, Bremsvorgänge, Gangwahl und Geschwindigkeit in Echtzeit.

Die Produktion umfasst rund 70 Kamerapositionen entlang der Strecke und erzeugt mehr als 100 gleichzeitige Feeds. Zehn Kameras arbeiten mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde, um filmische Slow-Motion-Aufnahmen zu erzeugen. Hinzu kommen 14 RF-Handkameras, sechs Boxengassenkameras sowie etwa 30 ISO-Replay-Kanäle, die über fünf EVS-Systeme gesteuert werden.

Die Übertragung wird in 1080p HDR produziert und in 4K UHD distribuiert.

Fox Sports erweitert zudem die Luftbildproduktion um einen dritten Drohnenbetrieb. Die von Beverly Hills Aerials betriebenen Systeme liefern FPV-Aufnahmen, Luftbilder der Vorveranstaltungen sowie Außenaufnahmen der Rennstrecke.

„Der Indianapolis Motor Speedway ist riesig“, erklärte Davies. „Um sich schnell über die Strecke zu bewegen, gibt es keine Alternative zu Drohnen. Motorsport gehört zu den Sportarten, die am stärksten von dieser Art der Berichterstattung profitieren.“

Im Remote-Studio der Indy 500 setzt Fox Sports außerdem mehr als zehn digitale Cine-Kameras von ARRI ein. Die Systeme wurden von The Helm für die direkte Integration in den Live-Produktionsworkflow angepasst.

„Diese Kameras bieten enorme Vorteile bei Lichttoleranz und Tiefenschärfe“, sagte Davies. „Sie ermöglichen nicht nur die gewünschte visuelle Ästhetik, sondern helfen auch dabei, Bildbereiche gezielt auszublenden.“

Bei der Produktionsinfrastruktur setzt Fox Sports erneut auf die Zusammenarbeit mit IMS Productions, verantwortlich für die mobile IP-HD-5-Einheit. Ergänzt wird das Setup durch die Ovation-Mobileinheit von Game Creek Video sowie Fahrzeuge von NEP BSI und CE+T, das die Stromversorgung bereitstellt.

Insgesamt kommen bei der Produktion zwölf mobile Einheiten und rund zwei Megawatt Leistung für Haupt- und Redundanzsysteme zum Einsatz.

Laut Davies zählt die Ausgabe 2026 zu den letzten „Old-School“-Produktionen von Fox Sports bei der Indy 500, bevor verstärkt auf verteilte Produktionsworkflows umgestellt wird.

Im vergangenen Jahr arbeitete der Sender gemeinsam mit Lumen Technologies am Ausbau der Glasfaserinfrastruktur entlang der IndyCar-Strecken, um zukünftige Remote-Produktionen vorzubereiten.

Zudem testet Fox Sports gemeinsam mit Verizon private 5G-Netzwerke, um die Anzahl verfügbarer RF-Signale, Positionsdaten und Audiokanäle direkt aus den Fahrzeugen zu erhöhen.

„Wenn etwas bei der Indy 500, der Daytona 500 oder in Talladega funktioniert, dann funktioniert es überall“, so Davies abschließend.

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