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Mavis Camera integriert TAMS und treibt Cloud-basierte Kamera-Workflows voran

Neue Funktion ermöglicht progressiven Upload in Echtzeit mit Fokus auf agile, cloud-native Produktionen

Por Panorama Audiovisual

Das Unternehmen Mavis hat eine neue Beta-Integration zwischen der App Mavis Camera und dem TAMS-System (Time Addressable Media Store) angekündigt. Die Funktion ist Teil des Camera-to-Cloud-Dienstes (Mavis C2C) und erlaubt es, aufgenommenes Videomaterial direkt und in Echtzeit in die Cloud zu übertragen.

Der entscheidende Vorteil dieses Workflows liegt im progressiven Upload von Inhalten in einzelnen Datenblöcken statt als kontinuierlicher Stream. Dieses Verfahren erhöht die Zuverlässigkeit insbesondere bei instabilen Netzwerken und stellt gleichzeitig sicher, dass wichtige Metadaten sowie Zeitinformationen erhalten bleiben, die für eine präzise Rekonstruktion der Timeline in der Postproduktion unerlässlich sind.

Das TAMS-System, entwickelt von BBC R&D, basiert auf einer offenen API-Struktur und speichert Medieninhalte als zeitadressierbare Segmente. Damit ersetzt es herkömmliche, monolithische Dateistrukturen durch ein flexibleres und effizienteres Modell.

Ein weiteres zentrales Feature der Integration ist die sogenannte „Jump-to-Live“-Funktion. Bei eingeschränkter Netzwerkbandbreite priorisiert das System die Übertragung der aktuellsten Inhalte, sodass neues Material zuerst verfügbar ist, während ältere Segmente im Anschluss hochgeladen werden. Diese Funktion ist besonders relevant für Nachrichtenproduktionen, Live-Events und zeitkritische Workflows.

Darüber hinaus erweitert die Integration die Aufnahmeoptionen erheblich: Unterstützt werden externe Eingänge wie HDMI- und SDI-Quellen über kompatible Hardware sowie Video-over-IP via NDI. Damit fungiert die Mavis Camera zunehmend als Schnittstelle zwischen mobilen, externen und netzwerkbasierten Produktionsumgebungen.

„Diese Integration zeigt, wie cloud-native Workflows von spezialisierten Systemen auf Geräte übergehen können, die Anwender bereits besitzen“, erklärte Patrick Holroyd. „Wir demonstrieren einen praktischen Ansatz, um Inhalte auf dem iPhone zu erfassen und in Echtzeit zu übertragen – ganz ohne traditionelle Streaming-Infrastruktur.“

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