TAG Video Systems wird auf der IBC2026 die neuesten Weiterentwicklungen seiner softwarebasierten Plattform für Echtzeit-Medienmonitoring, Multiviewing und Qualitätskontrolle (QC) präsentieren. Die Neuerungen unterstreichen die Strategie des Unternehmens für Cloud-Produktionen und virtualisierte Umgebungen mit Fokus auf höhere Flexibilität, Skalierbarkeit und Automatisierung.
Zu den Highlights zählt die Weiterentwicklung der Plattform hin zu einem vollständig containerisierten Modell. Die Komponenten MCM und MCS sind nun als Docker-Container verfügbar und ermöglichen automatisierte On-Demand-Bereitstellungen in Cloud- und Virtualisierungsinfrastrukturen. Dadurch können Broadcaster und Produktionsunternehmen Monitoring-Umgebungen bedarfsgerecht aufbauen, ohne auf dedizierte Hardware angewiesen zu sein.
Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation ist die Unterstützung des MXL-Standards, einer aufkommenden Technologie zur Interoperabilität in cloudbasierten Produktionsumgebungen. TAG gehörte zu den ersten Unternehmen, die den Standard implementiert haben, und wird auf der IBC2026 dessen Integration mit AWS sowie eine gemeinsame Demonstration mit Sony vorstellen.
Darüber hinaus zeigt das Unternehmen Leistungsverbesserungen für ST-2110-Workflows, die die Latenz zwischen MCM-Eingang und -Ausgang auf bis zu 1,5 Bilder bei 50-fps-Signalen und 2 Bilder bei 59,94 fps reduzieren. Eine weitere Neuerung ist die Einführung der CIR-Codierung (Cyclic Intra Refresh), die Monitoring und Qualitätskontrolle direkt innerhalb von Live-Produktions- und Cloud-Workflows ermöglicht.
Für Anwendungen mit hoher Signaldichte unterstützt die Plattform nun Mellanox ConnectX-7-Netzwerkkarten. Dadurch können 200-Gb/s- und 400-Gb/s-Verbindungen überwacht und die Anzahl gleichzeitig verarbeitbarer unkomprimierter ST-2110-Streams deutlich erhöht werden.
Neben den Cloud-orientierten Erweiterungen hat TAG auch die Funktionen zur automatisierten Qualitätskontrolle ausgebaut. Die Plattform bietet nun Audioanalyse, OCR-basierte Überprüfung von DVB-Untertiteln, Unterstützung für das Hitomi Matchbox-System zur Lippen-Synchronisation, Monitoring des Alpha-Kanals in NDI-Streams sowie eine automatische Erkennung von Testmustern per Loopback für Vergleichs- und Validierungsprozesse.
„Unsere Kunden gestalten die Art und Weise, wie Inhalte produziert werden, grundlegend neu. Sie wechseln von dedizierter Hardware zu Containern und Cloud-Umgebungen und setzen auf offene Ansätze wie MXL. Das erfordert ein Monitoring-System, das überall bereitgestellt werden kann und sich auf Volumina und Formate skalieren lässt, für die früher ein ganzer Ü-Wagen voller Technik erforderlich gewesen wäre. Gleichzeitig reduziert dies den Bedarf an Hardware-Infrastruktur erheblich. Auf der IBC zeigen wir ganz konkret, wie das in der Praxis funktioniert: softwaredefiniertes Monitoring in großem Maßstab und ohne Abhängigkeit von dedizierter Hardware“, erklärt Michael Demb, Vice President Product Strategy bei TAG Video Systems.
Die IBC2026 findet vom 11. bis 14. September im RAI Convention Center in Amsterdam, Niederlande, statt.