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TVU ermöglicht Cloud-basierte Übertragung der U20-Handball-Weltmeisterschaft der Frauen

TVU Networks setzt Cloud-Produktion für die stabile Übertragung der Handball-Weltmeisterschaft an mehreren Austragungsorten ein

Por Panorama Audiovisual

TVU Networks hat seine Cloud-Produktionsplattform eingesetzt, um die internationale Übertragung der U20-Handball-Weltmeisterschaft der Frauen zu realisieren, die in Jinzhong in der chinesischen Provinz Shanxi stattfand. Das System, bestehend aus acht mobilen Übertragungseinheiten mit gebündelter Mobilfunkanbindung sowie einem Cloud-basierten Switching-Hub, ermöglichte dem Produktionsteam die unterbrechungsfreie Live-Übertragung von insgesamt 116 Spielen aus vier verschiedenen Arenen für ein weltweites Publikum.

Das von der International Handball Federation (IHF), dem Weltverband des Handballs, organisierte Turnier gilt als wichtigste internationale Meisterschaft für weibliche Spielerinnen unter 20 Jahren. Die Ausgabe 2026 wurde erstmals in China ausgetragen und brachte 32 Nachwuchsnationalmannschaften aus sechs Kontinenten zu einem intensiven, zwölf Tage dauernden Wettbewerb zusammen. Deutschland gewann den Titel mit einem 33:26-Finalsieg gegen Dänemark.

Da Spiele gleichzeitig an vier verschiedenen Austragungsorten in Jinzhong stattfanden, stand das Übertragungsteam vor Herausforderungen bei der Signalverteilung, der Stabilität internationaler Netzwerkverbindungen sowie der zentralen Steuerung der gesamten Produktion. Der Aufbau herkömmlicher Übertragungswege, etwa dedizierter Glasfaserleitungen, hätte mehrere Wochen Vorbereitungszeit und erhebliche Kosten für eine vergleichsweise kurze Veranstaltung verursacht und wäre zudem nur eingeschränkt flexibel bei kurzfristigen Änderungen des Spielplans gewesen.

Eine weitere Herausforderung bestand in der internationalen Signalverteilung außerhalb Chinas. Die Übertragung zu internationalen Sendern und Plattformen erfolgt über unterschiedliche Netzwerkrouten, sodass bereits geringe Latenzen oder Bildverluste das Zuschauererlebnis bei einer Sportart mit schnellen Spielzügen und kurzen Reaktionszeiten beeinträchtigen können.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, entschied sich das Produktionsteam für eine Cloud-basierte Produktionsarchitektur mit zwei Lösungen von TVU Networks: dem mobilen Encoder TVU One und der Cloud-Routing-Plattform TVU MediaHub.

In jeder der vier Arenen wurden jeweils zwei TVU-One-Einheiten als Haupt- und Backup-System installiert, insgesamt also acht Geräte. Jede Einheit erhielt das identische Programmsignal aus dem jeweiligen lokalen Ü-Wagen und bündelte mehrere verfügbare Netzwerkverbindungen, darunter kabelgebundenes Internet, 5G-, 4G- und WLAN-Netze. Das System kodierte die Signale und übertrug sie in die Cloud. Verschlechterte sich die Qualität der Hauptverbindung, erfolgte automatisch eine unterbrechungsfreie Umschaltung auf alternative Netzwerke.

In der Cloud wurden sämtliche acht Signale im TVU MediaHub zusammengeführt. Dadurch konnte ein kleines Remote-Produktionsteam über einen gewöhnlichen internetfähigen Computer alle Übertragungen überwachen, automatische Warnmeldungen bei Problemen erhalten und die Live-Signale gleichzeitig an verschiedene internationale Broadcast-Partner verteilen.

Zu den eingesetzten Technologien gehörte das proprietäre ISX-Protokoll von TVU, das mehrere Netzwerkverbindungen kontinuierlich bündelt, potenzielle Qualitätsprobleme frühzeitig erkennt und den Datenverkehr automatisch auf andere verfügbare Verbindungen verteilt, bevor Beeinträchtigungen in der Live-Übertragung sichtbar werden.

Die Smart-VBR-Technologie unterstützte den Betrieb zusätzlich, indem sie die Bitrate der Kodierung dynamisch an die Bildkomplexität und die verfügbare Bandbreite anpasste. Dadurch blieb die Wiedergabe auch bei eingeschränkter Netzwerkkapazität möglichst stabil.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Konzepts war die Redundanz bereits am Ursprung der Signalübertragung. Haupt- und Backup-Geräte arbeiteten parallel zusammen und minimierten so das Risiko von Unterbrechungen während der gesamten Produktion.

Der TVU MediaHub bot darüber hinaus flexible Routing-Funktionen, sodass ein einzelnes Signal gleichzeitig an mehrere internationale Übertragungspartner verteilt werden konnte. Ergänzt wurde dies durch ein zentrales Echtzeit-Monitoring, automatische Warnmeldungen zur Erkennung von Störungen sowie vollständige Aufzeichnungen aller Übertragungen für spätere Analysen und den technischen Support.

Während der zwölf Wettkampftage – einschließlich der Eröffnungsfeier, der Spiele der chinesischen Gastgeberinnen und des Finales – arbeitete die auf TVU Networks basierende Infrastruktur ohne Unterbrechungen und lieferte kontinuierlich internationale Live-Signale an Broadcast-Partner in Europa und weiteren Regionen.

Das Projekt verdeutlicht den zunehmenden Einsatz Cloud-basierter Remote-Produktionslösungen bei internationalen Sportveranstaltungen. Eine Weltmeisterschaft mit mehreren Austragungsorten konnte ohne klassische dedizierte Übertragungsinfrastruktur realisiert werden. Stattdessen kamen Mobilfunkverbindungen, softwarebasierte Redundanzmechanismen und zentrales Remote-Management zum Einsatz, wodurch die Abhängigkeit von traditionellen Satellitenverbindungen oder eigens für temporäre Veranstaltungen aufgebauten Glasfasernetzen deutlich reduziert wurde.

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