Die PlayBox Technology hat die Einführung von Celebro Play angekündigt, einer browserbasierten Plattform zur Medienorchestrierung für Broadcast-Umgebungen und Playout-Operationen.
Celebro Play vereint Ingest, Asset-Management, Workflow-Orchestrierung, Scheduling, Playout, Monitoring, Compliance und Automation in einer einzigen Bedienoberfläche. Nach Angaben des Unternehmens soll die Lösung Echtzeit-Transparenz und Kontrolle über die gesamte Sendekette ermöglichen, manuelle Prozesse reduzieren und die Betriebssicherheit erhöhen.
Die Plattform lässt sich direkt in bestehende Infrastrukturen von Sendeanstalten integrieren, ohne dass vorhandene Systeme ersetzt werden müssen. Dank ihrer API-orientierten Architektur unterstützt sie die Anbindung von Drittanbieterlösungen und eignet sich damit für Multi-Vendor-Umgebungen.
Celebro Play basiert auf einer modularen Architektur, sodass Broadcaster nur die jeweils benötigten Funktionen implementieren und den Funktionsumfang bei Bedarf erweitern können. Die Plattform kann als Orchestrierungsebene über bestehende PlayBox-Installationen, gemeinsam mit Drittanbietersystemen in hybriden Workflows oder als vollständige Standalone-Lösung mit integriertem Ingest und Playout betrieben werden.
Laut Unternehmen erfolgt die Markteinführung zu einem Zeitpunkt tiefgreifender struktureller Veränderungen im Broadcast-Markt. Dazu zählen neue regulatorische Anforderungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz, steigender Streaming-Traffic sowie Veränderungen im Werbemarkt infolge des schrittweisen Endes von Third-Party-Cookies.
Zu den von PlayBox hervorgehobenen regulatorischen Entwicklungen gehört insbesondere der AI Act der Europäischen Union, der künftig Nachvollziehbarkeit und Transparenz automatisierter Entscheidungen in regulierten Branchen verlangt. Celebro Play integriert dafür ein „Human-in-the-Loop“-Modell, bei dem Operatoren weiterhin kritische Entscheidungen validieren und sämtliche Aktionen in auditierbaren Logs dokumentiert werden.
„Broadcaster betreiben seit Jahren Live-Workflows mit mehreren voneinander getrennten Systemen, häufig von unterschiedlichen Anbietern, die manuell koordiniert werden müssen“, erklärte Maya Ash, CEO von PlayBox Technology. „Celebro Play führt diese Ebenen in einer einzigen operativen Oberfläche zusammen und stellt gleichzeitig sicher, dass Operatoren die Kontrolle über alle kritischen Entscheidungen behalten. Wir haben die Plattform so entwickelt, dass sie mit der bestehenden Infrastruktur unserer Kunden funktioniert – unabhängig davon, ob es sich um PlayBox-Systeme handelt oder nicht.“
Zu den wichtigsten Funktionen von Celebro Play zählen eine browserbasierte Benutzeroberfläche ohne lokale Installation, operative Steuerung mit verpflichtender Operator-Freigabe, automatisierte Erstellung von Programmschemata mit menschlicher Überprüfung, automatisierter und manueller Ingest mit Unterstützung für Watch Folders, Echtzeit-Multichannel-Monitoring sowie Compliance-Tools mit automatischer Untertitelung und vollständiger Workflow-Rückverfolgbarkeit.
PlayBox hebt außerdem die Flexibilität bei der Implementierung hervor: Die Plattform kann in hybriden Umgebungen mit externen Systemen eingesetzt, in bestehende Cosmos- und PlayBox-Infrastrukturen integriert oder als unabhängige Komplettlösung implementiert werden.
Celebro Play ist ab sofort kommerziell verfügbar.