Ob das Publikum in das England des 16. Jahrhunderts oder in den Wilden Westen Colorados entführt wird: Das immersive Produktionsstudio Metaverse Stage, Entwickler der Spatial Film App für Apple Vision Pro, nutzt die Möglichkeiten immersiver Erzählformen, um Zuschauer noch näher an seine Geschichten heranzuführen. Für seine beiden neuesten narrativen Projekte „Henry VIII in Warwick“ und „Aspen Cowgirl“ setzte Metaverse Stage auf die digitale Kinokamera Blackmagic URSA Cine Immersive als zentrale Aufnahmelösung.
Laut Hugh Hou, Produzent bei Metaverse Stage, erwies sich die Kamera in beiden Produktionen als äußerst zuverlässiges und vielseitiges Werkzeug: „Bei beiden Projekten hat die URSA Cine Immersive ihre Leistungsfähigkeit und Flexibilität unter Beweis gestellt. Der große Dynamikumfang und die beiden 8K-RGBW-Sensoren lieferten selbst unter schwierigsten Lichtbedingungen hervorragende Ergebnisse – von den kerzenbeleuchteten Innenräumen in ‚Henry VIII in Warwick‘ bis zu den ständig wechselnden natürlichen Lichtverhältnissen in ‚Aspen Cowgirl‘.“
„Die URSA Cine Immersive bot uns die Flexibilität einer echten Kinokamera, ohne auf die notwendige Praktikabilität für immersive Produktionen an realen Drehorten verzichten zu müssen. Sie ermöglichte konsistente Farben, einen großen Dynamikumfang und vollständige kreative Kontrolle – selbst in unvorhersehbaren Umgebungen.“
Zeitreise mit „Henry VIII in Warwick“
„Für uns steht ‚Henry VIII in Warwick‘ beispielhaft für das, was immersive Erzählungen besonders gut können: Menschen nicht nur an andere Orte, sondern auch in andere Zeiten zu versetzen. Die wahre Magie immersiver Videos liegt nicht allein im Gefühl der räumlichen Präsenz, sondern in der zeitlichen Präsenz, die es dem Zuschauer ermöglicht, in einen historischen Moment einzutauchen und ihn unmittelbar um sich herum zu erleben“, erklärt Keeley Turner, Regisseurin bei Metaverse Stage. „Mit diesem Projekt wollten wir die Vergangenheit durch immersives Kino wieder zum Leben erwecken.“
„Henry VIII in Warwick“ beginnt damit, dass der Geist des britischen Monarchen direkt zum Publikum spricht, die vierte Wand durchbricht und die Zuschauer in einem Shakespeare-inspirierten Monolog an seinen Tisch einlädt. Durch die Erzählung wird das Publikum in die Vergangenheit geführt, wo der junge Heinrich VIII. und sein Hofstaat eine dramatisierte Geschichte über ein verlorenes Tudor-Medaillon darstellen, das kürzlich in Warwickshire entdeckt wurde.
„Es handelt sich um eine Erzählung, die auf historischen Fakten und offenen Fragen basiert. Das immersive Format ermöglicht es uns, diese Geschichte auf eine persönliche und greifbare Weise zu erzählen. Alles, was in 3D und 180 Grad zu sehen ist, ist real, denn das menschliche Auge und Gehirn erkennen besonders bei 8K-HDR-Aufnahmen pro Auge sehr genau, wenn etwas nicht authentisch wirkt“, erklärt Turner.
Um das Tudor-England in „Henry VIII in Warwick“ nachzubilden, drehte Metaverse Stage in Harvington Hall, einem historischen Anwesen in der Nähe von Warwick Castle. Die Produktion nutzte Kostüme der Royal Shakespeare Company, Schauspieler mit Erfahrung im klassischen Theater sowie in erfolgreichen Serienproduktionen und authentische Kulissen und Requisiten aus der damaligen Zeit.
Das Ziel war es, den Zuschauer nicht nur als Beobachter, sondern als Teil der Geschichte erscheinen zu lassen und durch immersives Kino das Gefühl einer echten Zeitreise zu erzeugen.
Die Bankettszenen wurden nachts mit minimaler Beleuchtung aufgenommen, die hauptsächlich aus Kerzen, einem Kaminfeuer und einer externen Lichtquelle zur Simulation des Mondlichts bestand. Nach Angaben des Teams war die Blackmagic URSA Cine Immersive entscheidend dafür, die dunklen Umgebungen mit filmischer Qualität einzufangen und gleichzeitig Details in Schattenbereichen und hellen Bildpartien zu erhalten. Funktionen wie die False-Color-Anzeige unterstützten zudem eine präzise Belichtungskontrolle während der Dreharbeiten.
„Aspen Cowgirl“ führt das Publikum hingegen in den amerikanischen Wilden Westen und erzählt die Freundschaft zwischen einer jungen Frau und einem Rancher vor der beeindruckenden Landschaft Colorados. Für die Erstellung einer immersiven 3D-Erfahrung im 180-Grad-Format setzte das Team auf spezielle Stabilisierungssysteme und Offroad-Fahrzeuge, um Reiter durch schwieriges Gelände zu begleiten.
Die integrierten ND-Filter der URSA Cine Immersive ermöglichten es, die Kamera schnell an die ständig wechselnden Lichtbedingungen anzupassen und so eine gleichmäßige und flexible Aufnahmequalität während der Dreharbeiten unter freiem Himmel sicherzustellen.