Die LED-Verarbeitungsplattform Tessera von Brompton Technology bildet das Herzstück eines hochmodernen Virtual-Production-Studios der London Academy of Music & Dramatic Art (LAMDA), einer der renommiertesten Ausbildungsstätten für Theater und darstellende Künste weltweit.
Die von Universal Pixels gelieferte und integrierte Installation ist Teil einer umfassenden strategischen Investition der LAMDA in neue audiovisuelle Technologien und verändert bereits die Art und Weise, wie die Institution die nächste Generation kreativer Fachkräfte ausbildet.
Das Studio basiert auf einer 7 x 3,4 Meter großen LED-Fläche mit AOTO RM 2.3-Panels, die auf einer leicht gekrümmten Struktur mit 2,5°-Abständen zwischen den einzelnen Modulen montiert sind. Gesteuert wird das System durch einen Brompton Tessera SX40 4K LED-Prozessor sowie zwei Tessera XD 10G-Datenverteilungseinheiten.
In Kombination mit der Unreal Engine ermöglicht die LED-Wand die Darstellung von Echtzeitumgebungen – von fotorealistischen Außenlandschaften bis hin zu vollständig abstrakten Science-Fiction-Welten. Der Raum verfügt außerdem über eine eigene Motion-Capture-Fläche von Vicon mit 30 Kameras und einem gedämpften Boden. Damit gehört die Infrastruktur der LAMDA zu den technisch fortschrittlichsten Einrichtungen an britischen Hochschulen für darstellende Künste.
Anstatt die Technologie lediglich als Ergänzung zu betrachten, hat die LAMDA die LED-Wand zu einem zentralen Bestandteil ihres Ausbildungskonzepts gemacht. Die Infrastruktur wird in verschiedenen Studiengängen eingesetzt, darunter Theater, Film, professionelle Schauspielausbildung, Musicaltheater und klassische Darstellung.
Das neue Studio dient als kollaborative Umgebung, in der Studierende aus Schauspiel, Regie und technischer Produktion gemeinsam arbeiten und dabei die Arbeitsweisen professioneller Virtual-Production-Teams kennenlernen.
Die Innovationsdirektorin der LAMDA, Bethany McShepherd, unterstreicht die Bedeutung, Studierenden Zugang zu denselben Werkzeugen zu ermöglichen, die auch in der Industrie eingesetzt werden.
„Die Absolventinnen und Absolventen der LAMDA sind die Zukunft der Kreativbranche. In ihre Karrieren mit der besten Technologie und der besten Ausbildung zu investieren, ist für unsere Institution von größter Bedeutung.“
Da LED-Volumes zunehmend zum Standard bei hochwertigen Film- und Fernsehproduktionen werden, lernen die Studierenden frühzeitig dieselben Workflows, technischen Begriffe und Produktionsanforderungen kennen, die auch an professionellen Sets zum Einsatz kommen.
Charles Douglas, Associate Professor für Schauspiel und Regie mit Schwerpunkt auf neuen Technologien sowie Leiter der Ausbildung für Film und Audio, sieht in der Technologie ein enormes Veränderungspotenzial.
„Diese Technologie eröffnet Möglichkeiten für Extended Reality (XR), Mixed Reality, neue Formen der Filmproduktion und die Erweiterung der physischen Räume, in denen wir arbeiten. Sie praktisch einzusetzen, ist das eine – sie zwingt uns aber auch dazu, die Grundlagen unserer Arbeit neu zu überdenken. Genau darin liegt ein wichtiges Ziel unserer Abteilung: ein neues Kapitel für Schauspiel und Storytelling aufzuschlagen.“
Auch die API von Brompton wurde in den Ausbildungsprozess integriert. Durch eine Verbindung mit BitFocus Companion können Studierende Testmuster über ein Steam Deck auslösen, wodurch Hardware- oder Verkabelungsprobleme schneller erkannt und Diagnoseprozesse effizienter gestaltet werden können.
Darüber hinaus ermöglichen die Zuverlässigkeit und die präzise Farbkonsistenz der Tessera-Plattform den Einsatz des LED-Volumes nicht nur für akademische Projekte, sondern auch für professionelle Produktionen wie Abschlussfilme, kommerzielle Inhalte und gemeinsame Forschungsprojekte.
Erste Produktionen
Die Ergebnisse des Projekts zeigen sich bereits in den ersten Produktionen vor Ort. Ein Kurzfilm, der in Zusammenarbeit mit Media Trust entstand, von der The Crucible Foundation finanziert wurde und auf Geschichten aus Lesegruppen in Gefängnissen basiert, wurde vollständig innerhalb des LED-Volumes gedreht. An dem Projekt wirkte unter anderem Schauspieler Ralph Ineson mit.
Auch das Programm LAMDA x Lyric Future Technicians, das gemeinsam mit dem Lyric Hammersmith Theatre durchgeführt wurde, profitierte von der neuen Infrastruktur. Es ermöglicht jungen Menschen aus West-London praktische Erfahrungen mit professioneller audiovisueller Produktionstechnik.
Für viele Teilnehmende war dies die erste Begegnung mit Technologien auf diesem Niveau.
Gary Pillai, Associate Professor für Filmschauspiel, fasst das Ziel der Initiative zusammen:
„Unsere Aufgabe besteht jetzt darin, diesen Wandel zu verstehen und sicherzustellen, dass unsere Absolventinnen und Absolventen unmittelbar bereit sind, in den Beruf und in den Filmbereich einzusteigen.“
„Wir sind stolz darauf, mit der LAMDA an diesem Projekt zusammenzuarbeiten und Technologie bereitzustellen, die Studierenden einen praktischen Zugang zu den Workflows ermöglicht, die in der gesamten Film- und Fernsehindustrie genutzt werden“, ergänzt Dan Edmonds, Leiter der Bereiche Film und Fernsehen bei Universal Pixels. „Installationen wie diese helfen dabei, die Ausbildung stärker mit der Industrie zu verbinden und geben Studierenden praktische Erfahrung mit den Werkzeugen, die sie während ihrer beruflichen Laufbahn einsetzen werden.“
Neben den technischen Aspekten spiegelt die Partnerschaft zwischen LAMDA und Brompton eine gemeinsame Vision von Zusammenarbeit und Innovation wider.
Stephen Court, Director of Marketing and Communications der LAMDA, sieht Brompton als perfekten Partner für diesen Ansatz.
„Brompton Technology verkörpert genau den Geist eines Partners, der unsere Werte wie Neugier, Innovation und Inspiration teilt.“
Die Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit der Tessera-Plattform stellen sicher, dass die Investition sowohl den akademischen Anforderungen als auch den Entwicklungen der audiovisuellen Industrie gerecht wird.
„Es geht nicht nur darum, qualifizierte Fachkräfte für den Markt auszubilden“, schließt Douglas. „Es geht darum, aktiv mit innovativen Produktionen innerhalb der LAMDA zusammenzuarbeiten und dadurch sowohl die Ausbildung als auch die professionelle Praxis weiterzuentwickeln.“