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Eurovision 2026 setzt auf Technologie von Riedel und ARRI-Kameras für eine filmreife Live-Übertragung

Die DIVA+-Infrastruktur von Riedel und ARRI Alexa 35 Live-Kameras ermöglichten eine filmische Live-Produktion des Eurovision Song Contest 2026 für Millionen von Zuschauern

Por Panorama Audiovisual

Riedel Communications und ARRI waren maßgeblich an der Produktion des Eurovision Song Contest 2026 beteiligt und realisierten erstmals ein Live-Produktionskonzept, das vollständig auf ARRI Alexa 35 Live-Kameras als primäres Aufnahmesystem basierte. Die DIVA+-Infrastruktur von Riedel integrierte die gesamte Produktionsumgebung und ermöglichte dem österreichischen Sender ORF die Ausstrahlung der Veranstaltung für mehr als 132 Millionen Zuschauer in über 35 Ländern und Territorien.

Als Gastgeber des von der European Broadcasting Union (EBU) veranstalteten Wettbewerbs verfolgte der ORF das Ziel, eine deutlich filmischere Bildsprache zu schaffen, die das Publikum näher an die Künstler heranführt, ohne die Zuverlässigkeit einer groß angelegten Live-Produktion zu beeinträchtigen. Zu diesem Zweck arbeiteten Riedel und ARRI gemeinsam daran, Kinokameras in die klassische Infrastruktur von Ü-Wagen (OB Vans) zu integrieren – in enger Zusammenarbeit mit NEP und weiteren Technologiepartnern.

„Filmische Live-Produktionen funktionieren nur dann, wenn kreative Ambitionen und technische Zuverlässigkeit Teil eines einzigen integrierten Ökosystems sind. Beim Eurovision Song Contest stellte die DIVA+-Infrastruktur die Grundlage bereit, um die filmische Bildqualität von ARRI in einer Live-Produktion von globalem Ausmaß einzusetzen. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass eine neue visuelle Sprache für Live-Entertainment bereits produktionsreif ist“, erklärte Lutz Rathmann, CEO Managed Technology bei Riedel Communications.

Die DIVA+-Infrastruktur vereinte Daten, Intercom, Video und Audio in einem einzigen Produktionsnetzwerk. Ergänzt wurde das System durch die drahtlosen Easy5G-Erweiterungen sowie die Steuerungsfunktionen der Plattform hi human interface.

Für die Installation in Wien kamen rund 60 MediorNet-Frames, mehr als 80 Netzwerk-Switches und über elf Kilometer Glasfaserkabel zum Einsatz. Das Kommunikationssystem basierte auf Artist-1024-Knoten und integrierte mehr als 190 drahtlose Bolero-Beltpacks, über 120 Smart Panels sowie rund 650 Funkgeräte, verteilt auf mehr als 60 Kanäle, vier digitale Basisstationen und 16 analoge Repeater.

Für die internationale Kommentatorenproduktion wurden etwa 35 Kommentatorenpulte eingesetzt. Darüber hinaus kam erstmals die neue Desktop SmartPanel Commentary Panel App von Riedel zum Einsatz. Die Easy5G-Erweiterungen für Virtual SmartPanels erhöhten während der gesamten Produktion zusätzlich die betriebliche Flexibilität.

Die MediorNet-Infrastruktur verband außerdem zahlreiche Spezialkamerasysteme, darunter Cablecams, Teleskopkräne, kabellose Steadicams und ferngesteuerte Dollies. Gleichzeitig wurden Intercom-, Tally- und Return-Signale mit geringer Latenz und hoher Ausfallsicherheit über das Netzwerk übertragen.

Insgesamt kamen 24 ARRI Alexa 35 Live-Kameras an klassischen Kamerapositionen sowie auf Spezialkamerasystemen zum Einsatz und brachten die für Kinoproduktionen typische Bildqualität in eine Live-Broadcast-Produktion.

„Zum 70. Eurovision Song Contest wollten wir die visuelle Sprache der Veranstaltung weiterentwickeln, ohne auf die Robustheit zu verzichten, die für eine weltweite Live-Übertragung erforderlich ist. Gemeinsam mit Riedel, ARRI, NEP und unserem gesamten Netzwerk an Technologiepartnern haben wir diese Vision in ein zuverlässiges Produktionsmodell umgesetzt“, sagte Claudio Bortoli, technischer Supervisor des Eurovision Song Contest 2026 beim ORF.

NEP war als Integrator der mobilen Produktionseinheiten verantwortlich und stellte die Ü-Wagen-Infrastruktur, die Kameratechnik sowie die Integration der Camera Control Units (CCUs) und ARRI-Basisstationen in die Broadcast-Umgebung bereit. Dabei blieben die etablierten Workflows für Intercom, Tally, Return und Bildsteuerung vollständig erhalten. Auch Sennheiser war an dem Projekt beteiligt und lieferte professionelle drahtlose Audiolösungen für Mikrofone sowie In-Ear-Monitoring-Systeme der Künstler.

„Gemeinsam mit ORF, Riedel und ARRI haben wir neue und bewährte Technologien in einem einzigen Produktionsworkflow vereint, um ein deutlich filmischeres Seherlebnis zu schaffen. Als Systemintegrator bestand unsere Aufgabe darin, die gesamte technische Komplexität zu beherrschen, damit sich das Produktionsteam mit voller Zuversicht auf die Show konzentrieren konnte. Jede neue Technologie bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich – unsere Stärke besteht darin, diese Lösungen nahtlos und zuverlässig zu integrieren und dabei die hohe Ausfallsicherheit zu gewährleisten, die Live-Produktionen erfordern“, erklärte Axel Engström, Sales & Project Manager bei NEP.

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